DVD-Cover (2001)

Die Mörder sind unter uns (Bildnachweis: Icestorm)© Icestorm

BD-Cover (2012)

Die Mörder sind unter uns (Bildnachweis: Icestorm)© Icestorm

Die Mörder sind unter uns

Stab und Besetzung

Originaltitel: Die Mörder sind unter uns. Kinostart: 15.10.1946 (Uraufführung). Verleih: offen (DE). Länge: 81 Min. (25 fps (FSK)). FSK: ab 6 Jahren (Neuprüfung mit geänderter Jugendfreigabe 2012).

Regie: Wolfgang Staudte. Drehbuch: Wolfgang Staudte. Kamera: Friedl Behn-Grund & Eugen Klagemann. Schnitt: Hans Heinrich. Szenenbild: Otto Hunte & Bruno Monden (Bauten). Kostümbild: Gertraude Recke [ungenannt (lt. DEFA-Stiftung)]. Maskenbild: ... [ungenannt]. Musik: Ernst Roters. Ton: Klaus Jungk (Ton).

Darsteller: Hildegard Knef [Susanne Wallner], Elly Burgmer [...}, Erna Sellmer [Frau Brückner], Hilde Adolphi [Daisy], Marlise Ludwig [Sonja], Ursula Krieg [Carola Schulz], Arno Paulsen [Ferdinand Brückner], W. Borchert [Dr. Mertens], Robert Forsch [Mondschein], A. Johannes (Bartholomäus], Wolfgang Dohnberg [Fritz Knochenhauer], Ernst Stahl-Nachbaur [Arzt] [in der Reihenfolge der Titelsequenz] u.a.

Inhalt

Klappentext (DVD-Cover):

Berlin 1945. Susanne Wallner, eine junge Fotografin, kehrt aus dem Konzentrationslager zurück, doch ihre Wohnung ist besetzt. Hier lebt seit kurzem der aus dem Krieg heimgekommene Chirurg Mertens, der seine furchtbaren Erinnerungen mit übermäßigem Alkoholgenuss zu verdrängen sucht. Die beiden arrangieren sich, und mit Susannes Hilfe findet Dr. Mertens langsam wieder zu sich selbst. Da begegnet ihm sein ehemaliger Hauptmann Brückner, nun ein aalglatter Geschäftsmann, dem es egal ist, ob er aus Stahlhelmen Kochtöpfe macht oder umgekehrt. Mertens Gewissen rebelliert, und am Weihnachtsabend 1945 will er Sühne fordern für ein von Brückner drei Jahre zuvor im Osten befohlenes Massaker an Frauen, Kindern und Männern.

Quelle: Icestorm Entertainment (EAN: 4028951190454)

Filmzitate

Texteinblendung zu Beginn: Berlin 1945 / Die Stadt hat kapituliert...

Mertens (in der Bar): Lasst euch eine billige Weisheit mit auf den Lebensweg geben: Nur im Märchen hat man die Wahl zwischen Gut und Böse. Uns bleibt immer nur die Wahl zwischen der größeren und der kleineren Gemeinheit.

Mertens (zu Mondschein): Bei einem Spießbürger ist immer alles in Ordnung.

Mertens: Ratten. Ratten. Überall Ratten. Die Stadt belebt sich wieder.

Brückner (zu Mertens): Ob man aus Kochtöppen Stahlhelme macht oder aus Stahlhelmen Kochtöppe - das ist egal. Nur zurechtkommen muss man dabei. Darauf kommt's an.

Mertens: Friede. Friede der Welt. Immer nur eine flüchtige Station bis zum nächsten Krieg. Nur ein kurzes Atemholen bis zum nächsten Massensterben [ist?]. - Susanne Wallner: Friede. Weihnacht. Ich hab' diesen Tag so oft herbeigesehnt. Und jetzt? Ich weiß nicht. Es ist als, als ob alles gar nicht wahr wäre. - Mertens: Vielleicht, weil in unserem Herzen noch kein Friede ist.

Eintrag in Mertens' Tagebuch: "Brückner lebt! Die Mörder sind unter uns! Weihnachten am 24.[..]45".

Susanne Wallner: Walter. Wir haben nicht das Recht zu richten. - Mertens: Nein, Susanne. Aber wir haben die Pflicht Anklage zu erheben, Sühne zu fordern im Auftrage von Millionen unschuldig hingemordeter Menschen.

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