DVD-Cover (CE)

Zug des Lebens (Bildnachweis: Sunfilm)© Sunfilm

Zug des Lebens

Stab und Besetzung

Originaltitel: Train de vie. Internationaler Titel: Train of Life. Kinostart: 05.09.1998 (Filmfestspiele Venedig), 16.09.1998 (FR), 07.01.2000 (UK), 23.03.2000 (DE). Verleih: Movienet Film (DE). Länge: 103 Min. (Blickpunkt:Film + film-dienst). FSK: ab 6 Jahren. FBW: -

Regie: Radu Mihaileanu. Drehbuch: Radu Mihaileanu. Kamera: Yorgos Arvanitis & Laurent Dailland. Schnitt: Monique Rysselinck. Szenenbild: Cristiana [Cristi] Niculescu (Chef Décorateur). Kostümbild: Viorica Petrovici. Maskenbild: Tina Kopecka (Chef Coiffeuse et Postiches), Irèrene Ottavis (Chef Maquilleuse). Musik: Goran Bregovic. Ton: Pierre Excoffier (Ingénieur du Son), Eric De Vos (Monteur Son), Dominique Dalmasso (Mixage).

Darsteller: Lionel Abelanski (Schlomo), Rufus (Mordechai), Clément Harari (Le Rabbi), Michel Muller (Yossi), Agathe de la Fontaine (Esther), Johan Leysen (Schmecht), Bruno Abraham-Kremer (Yankele), Serge Kribus (Schtroul), Michel Israël (Sage 3), Rodica Sanda Tutuianu (Golda), Sanda Toma (Mère de Yossi), Razvan Vasilescu (Le Colonel Gitan), Georges Siatidis (Itzik), Zwi Kanar (Lilenfeld), Mihai Calin (Sami), Ovidiu Cuncea (Moitl), Marius Drogeanu (Mendel), Marie-José Nat (Sura), Gad Elmaleh (Manzatou) [in der Reihenfolge der Titelsequenz] u.a.

Inhalt

Klappentext (DVD-Cover)

1941. Der Osten Europas erbebt unter der Gewalt des Zweiten Weltkriegs. Unerbittlich rücken die deutschen Truppen vor und zermalmen alles, was sich ihnen entgegenstellt. In einem kleinen jüdischen Dorf geht die Angst um, seinen Bürgern könne es bald so gehen wie vielen anderen davor: Gefangennahme, Verschleppung, Ermordung. Dorfnarr Schlomo hat den rettenden Einfall: Um den Deutschen zuvor zu kommen, sollen sich die Dorfbewohner selbst deportieren und so die Flucht nach Palästina antreten. In einem getarnten Güterwagon tritt der Zug des Lebens seine Irrfahrt ins gelobte Land an. Zunächst läuft alles nach Plan, doch schon bald heften sich nicht nur die Deutschen, [sic] an seine Fersen ...

Quelle: Sunfilm Entertainment (EAN: 4041658220026)

Herr K. meint ...

Zu diesem Film habe ich für das Institut für Kino und Filmkultur (IKF) ein Film-Heft geschrieben (siehe Übersicht meiner Publikationen), das Sie auch auf der IKF-Website kostenfrei als PDF-Datei herunterladen können.

Filmzitate

Schlomo zu Beginn des Films:

Schlomo: Es war einmal in einem kleinen Schtetele, einem jiddischen Marktfleck im Osten Europas, im Jahre 5701 oder 1941 nach dem neuen Kalender. Es war Sommer, Sommer 1941, im Juli, glaub ich. Ich bin geflohen, weil ich dachte, man kann fliehen vor dem, was man schon gesehen hat, zu oft gesehen hat. Ich bin gerannt, um sie zu warnen. Die Meinen, mein Schtetl, mein Dorf. Das ist die Geschichte meines Dorfes, so wie wir alle sie erlebt haben.

Deutsch-Unterricht:

Mordechai: Ich schaff's nicht. Für was ist es nur so schwer? Obwohl: Es ist dem Jiddischen sehr ähnlich. Ich versteh alles. - Schmecht: Das Deutsche ist sehr hart, Mordechai, präzise und traurig. Jiddisch ist eine Parodie des Deutschen, hat jedoch obendrein Humor. Ich verlange also nur von Ihnen, wenn sie perfekt deutsch sprechen wollen, ohne eine Spur von jiddischem Akzent, den Humor wegzulassen, sonst nichts. - Mordechai: Wissen die Deutschen, dass wir ihre Sprache parodieren? Vielleicht ist das der Grund für den Krieg?

Schlomo am Ende des Films:

Schlomo: Angekommen auf sowjetischem Gebiet blieben die meisten dort und verschrieben sich dem Kommunismus. Andere fuhren weiter nach Palästina, vor allem die Zigeuner. Wieder andere nach Indien, die meisten von ihnen waren Juden. Schtroul reiste sogar weiter bis China, wo er in einem kleinen Ort Bahnhofsvorsteher wurde. Esther, die schöne Esther, ging nach Amerika, wo sie viele Kinder bekam, eins hübscher als das andere. So war es. Das ist die wahre Geschichte meines Schtetls. [Off:] Hallo! Fast die wahre. [Das Bild friert ein. Schlomo singt:] "Schtetl, Schtetl, Schtetele, / vergiss mich nicht, mein Schtetele. / Ich stieg einst in die Eisenbahn, um weit weg zu fahr'n. / Schtetl, Schtetl, Schtetele, vergiss den Blick der Menschen nicht. / Denn es hält am Leben mich, wie verrückt sie war, / wie wunderbar verrückt. Zug des Lebens."

DVD-Kapitel

  1. Intro
  2. Die Nachricht [2:30]
  3. Schlomo's Vision - Der Vogel nach Palästina [5:38]
  4. Dorfbeschluss - der Rat der Weisen [8:50]
  5. Vorbereitungen [11:54]
  6. Deutsche Sprache - schwere Sprache [16:32]
  7. Anleitung zum Lokomotivführer [25:23]
  8. Die Lok [27:15]
  9. Die Nacht der Entscheidung [30:34]
  10. Abfahrt nach Palästina [34:28]
  11. Der Geisterzug [38:58]
  12. ... über Faschisten und Kommunisten [41:55]
  13. Kontrolle: In geheimer Mission [47:49]
  14. Sabbat [56:22]
  15. Die Flucht der Kommunisten [1:05:42]
  16. Die Beförderung [1:09:40]
  17. Koscher im Hauptquartier [1:12:27]
  18. Grenzkontrolle [1:17:43]
  19. Fest der Verbrüderung [1:23:20]
  20. Ungewissheit [1:31:08]
  21. Die fast wahre Geschichte [1:33:38]
  22. Abspann [1:34:52]

Quelle: Sunfilm Entertainment (EAN: 4041658220026)