Filmplakat

Der Neunte Tag (Bildnachweis: Progress)© Progress

Filmplakat

Der Neunte Tag (Bildnachweis: Concorde HE)© Concorde HE

Der Neunte Tag

Stab und Besetzung

Originaltitel: Der Neunte Tag. Internationaler Titel: The Ninth Day. Kinostart: 11.11.2004 (DE), 26.11.2004 (LU), 27.05.2005 (US eingeschränkt). Verleih: Progress Film-Verleih (DE). Länge: 97 Min. (Presseheft + FSK). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: besonders wertvoll (Begründung).

Regie: Volker Schlöndorff. Drehbuch: Eberhard Görner & Andreas Pflüger, frei nach dem Tagebuch "Pfarrerblock 25487" von Jean Bernard. Kamera: Tomas Erhart. Schnitt: Peter R. Adam. Szenenbild: Ari Hantke (Production Design), Jaromir Švarc (Art Director), Marcus Berndt, Vladimir Janošek & Zuzana Janoškova (Außenrequisite), Joachim Keppler, Ludvik Flaks & Ladislav Balous (Innenrequisite). Kostümbild: Jarmila Konečná. Maskenbild: Juraj Steiner. Musik: Alfred Schnittke (Concerto Grosso Nr. 1, Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1). Ton: Gunnar Voigt (Originalton), Hubert Bartholomae (Sounddesign und Mischung).

Darsteller: Ulrich Matthes (Henry Kremer), August Diehl (Gebhardt), Bibiana Beglau (Marie Kremer), Germain Wagner (Roger Kremer), Götz Burger (Generalvikar Mersch), Michael König (Gauleiter Simon), Hilmar Thate (Bischof Philipp) [in der Reihenfolge der Titelsequenz] u.a.

Inhalt

Synopsis (Presseheft):

Eine Entscheidung auf Leben und Tod - neun Tage, die Henri Kremer (...) in seinen Grundfesten erschüttern, die nicht nur über sein Schicksal, sondern auch über das seiner Freunde und seiner Familie entscheiden werden. Auge in Auge mit dem GESTAPO-Chef von Luxemburg (...) und seinen eiskalt kalkulierten Argumenten kommt Henri in Versuchung und muss am neunten Tag bekennen, auf welcher Seite er steht.

Urlaub vom KZ, das gibt es nicht - und doch widerfährt dieses Unglaubliche dem Luxemburger Abbé Kremer. Er entkommt auf Zeit diesem Ort, an dem es keinen Gott gibt. Zu Hause angekommen, muss er sich jeden Tag in der Villa Pauly bei der Gestapo melden. Dort begegnet er dem jungen, leidenschaftlichen Karrieristen Gebhardt. Scheinen die Machtverhältnisse am Anfang klar, so entwickelt sich im Lauf der neun Tage ein wechselvolles Rede- und Gedankenduell zwischen den beiden Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, wenngleich sie sich im Glauben an Gott zu ähneln scheinen. Gebhardt versucht den Älteren zu locken, zu überraschen und zu überzeugen, Kremer als Bruder im Geiste auf seine Seite zu ziehen. Als dieser sich aber nicht wie erwartet bewegt, reagiert er ungestüm und lässt die Maske des Verführers fallen. Kremer ist in diesen Tagen hin und her gerissen. Letztlich stellt er fest, dass er ganz auf sich gestellt ist und seine Entscheidung über Leben und Tod allein fällen muss. Im entscheidenden Moment hilft kein Rat von außen, muss Kremer sich nur allein seinem Gewissen und der Frage nach Menschlichkeit verantworten.

Quelle: Progress Film-Verleih (Presseheft, S. 2-3)

Klappentext (DVD-Cover):

Der im KZ Dachau einsitzende Abbé Henri Kremer (...) erhält überraschend neun Tage Hafturlaub, um als Werkzeug der SS seinen Bischof in Luxemburg zur Kollaboration mit den Nazis zu bewegen. Auge in Auge mit dem Gestapo-Chef von Luxemburg (...) und seinen eiskalt kalkulierten Argumenten kommt Henri in Versuchung und muss am neunten Tag bekennen, auf welcher Seite er steht ...

Quelle: Concorde Home Entertainment (EAN: 4010324022608)

Auszeichnungen

  • 55. Deutscher Filmpreis (08.07.2005): Bestes Szenenbild (Ari Hantke)

Herr K. meint ...

Produktionsnotizen: Der Film ist eine deutsch-luxemburgische Produktion von Provobis (Produzent: Jürgen Haase) und Videopress in Koproduktion mit BR und ARTE.

Filmzitate

Texteinblendungen am Ende des Films:

Henri Kremer hat unter anderem Namen wirklich gelebt. Mehrere tausend Geistliche aller Nationalitäten waren während des Krieges im "Pfarrerblock" des Konzentrationslagers Dachau interniert ... // ... nahezu die Hälfte starb. Kremer gehörte zu jenen, die dem Tod entgingen.

Literaturhinweise

  • HAASE, Jürgen & ZECHES, Léon (Hg.) (2004). Der neunte Tag. Pfarrerblock 25487. Das Buch zum Film des Oscar-Preisträgers Volker Schlöndorff. Luxembourg: éditions saint-paul. [DNB]
  • VISARIUS, Karsten (2007). Der Wunsch des Täters nach der Tat. Volker Schlöndorffs Der neunte Tag. In: FRÖHLICH, Margrit; SCHNEIDER, Christian & VISARIUS, Karsten (Hg.). Das Böse im Blick. Die Gegenwart des Nationalsozialismus im Film. S. 245-259. Frankfurt am Main: edition text + kritik.

DVD-Kapitel

  1. Grausamer KZ Alltag
  2. Unverhoffte Entlassung [7:20]
  3. Der erste Tag: Ankunft in Luxemburg [1:09]
  4. Der zweite Tag: Klärende Gespräche [17:01]
  5. Der dritte Tag: Die Versuchung [32:54]
  6. Der vierte Tag: Glaubensfragen [45:07]
  7. Der fünfte Tag: Bohrende Schuldgefühle [59:50]
  8. Der sechste Tag: Glaubensbekenntnis [1:02:29]
  9. Der siebte Tag: Die Judasfrage [1:13:13]
  10. Der achte Tag: Die Entscheidung [1:21:32]
  11. Der neunte Tag: Unvermeidliche Konsequenz [1:26:15]
  12. Abspann [1:29:49]

Quelle: Concorde Home Entertainment (EAN: 4010324022608)