Filmplakat

Berlin '36 (Bildnachweis: X Verleih)© X Verleih

Berlin '36

Stab und Besetzung

Originaltitel: Berlin '36. Kinostart: 10.09.2009 (DE). Verleih: X Verleih (DE). Länge: 100 Min. (Presseheft) bzw. 101 Min. (FSK). FSK: ohne Altersbeschränkung (Freigabekarte). FBW: wertvoll (Begründung).

Regie: Kaspar Heidelbach. Drehbuch: Lothar Kurzawa. Kamera: Achim Poulheim. Schnitt: Hedy Altschiller. Szenenbild: Götz Weidner (Szenenbild), Peter Ackermann (Art Director). Kostümbild: Lucia Faust. Maskenbild: Delia Mündelein & Horst Allert. Musik: Arno Steffen. Ton: Sylvain Rémy. Visuelle Effekte: Christian Pokorny (3D Supervisor), Gabriel Dedic (2D Supervisor).

Darsteller: Karoline Herfurth (Gretel Bergmann), Sebastian Urzendowsky (Marie Ketteler), Axel Prahl (Hans Waldmann), Robert Gallinowski (Sigfrid Kulmbach), Thomas Thieme (Hans von Tschammer und Osten), Johann von Bülow (Karl Ritter von Halt), August Zirner (Edwin Bergmann) u.a. [in der Reihenfolge der Titelsequenz]

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Berlin 1936: Die Amerikaner drohen, die Olympischen Spiele zu boykottieren, sollten im deutschen Olympia-Kader keine jüdischen Sportler vertreten sein. Aus diesem Grund wird die Jüdin Gretel Bergmann (...), die überragende Hochspringerin dieser Zeit, in das deutsche Trainingslager aufgenommen. In den Augen der Nazis darf Gretel aber auf keinen Fall gewinnen: Der Reichssportführer schickt gegen Gretel die bis dahin unbekannte 'Konkurrentin' Marie Ketteler (...) ins Rennen um die Olympia-Qualifikation - sie soll Gretel übertreffen. Doch die Nationalsozialisten haben nicht damit gerechnet, dass sich die beiden Außenseiterinnen und vermeintlichen Konkurrentinnen nach anfänglichen Problemen anfreunden. Am Ende muss sich zeigen, ob die beiden gemeinsam gegen die Intrige der Nazis ankämpfen oder ob der sportliche Ehrgeiz überwiegt ...

Quelle: X Verleih (Presseheft)

Herr K. meint ...

"Dieser Film beruht auf einer wahren Geschichte" - so behauptet der Film im Vorspann und nimmt sich doch zahlreiche - und wie manche Kritiker meinen: zu viele - künstlerische Freiheiten.

Filmzitate

Texteinblendungen zu Beginn des Films:

Deutschland 1936 / Berlin bereitet sich auf die Olympischen Spiele vor. / Die Amerikaner drohen mit Boykott, sollte Deutschland keine jüdischen Athleten aufstellen. / Gretel Bergmann ist eine der besten Hochspringerinnen ihrer Zeit und Jüdin. / Die Funktionäre wollen ihren Sieg verhindern und suchen jemanden, der besser ist als sie ... / ... und "Marie" Ketteler ist Teil ihres Plans.

Texteinblendungen am Ende des Films:

Marie Ketteler wurde gezwungen, weiterhin in der deutschen Frauenmannschaft an internationalen Wettbewerben teilzunehmen. / 1938 wurde sie in Wien Europameisterin mit der Weltrekordhöhe von 1,70 m. / Auf der Rückreise provozierte Marie unrasiert und betrunken die Gestapo und wurde verhaftet. / Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde sie 1939 vom Amtsgericht Verden zum Mann erklärt. / Er überlebte den Krieg und starb völlig zurückgezogen im Jahr 2008. / Gretel Bergmann emigrierte 1937 in die USA und wurde 1937 und 1938 amerikanische Meisterin im Hochsprung. / 1938 folgte ihr Verlobter Bruno, den sie im September 196 heiratete. Auch Gretels Familie konnte rechtzeitig aus Deutschland entkommen und überlebte den Holocaust. / Gretel und Bruno Bergmann-Lambert leben heute, 2009, in New York.

Literaturhinweise

  • Bahro, Berno & Braun, Jutta (2009). Berlin '36. Das Buch zum Film. Berlin: Verlag für Berlin-Brandenburg. [DNB]
  • Bahro, Berno; Braun, Jutta & Teichler, Hans-Joachim (Hg.) (2009). Vergessene Rekorde. Jüdische Leichtathletinnen vor und nach 1933. Berlin: Verlag für Berlin-Brandenburg. [DNB; Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung des Arbeitsbereichs Zeitgeschichte des Sports (Universität Potsdam) in der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum, 21. Juni bis 23. August 2009]
  • Bergmann, Gretel (2003). "Ich war die große jüdische Hoffnung." Erinnerungen einer außergewöhnlichen Sportlerin. Aus dem Amerikanischen von Irmgard Hölscher. Karlsruhe: G. Braun Buchverlag (Südwestdeutsche Persönlichkeiten). [DNB]
  • Braun, Jutta (2009). Gretel Bergmann. In: Bahro, Berno; Braun, Jutta & Teichler, Hans-Joachim (Hg.). Vergessene Rekorde. Jüdische Leichtathletinnen vor und nach 1933. Berlin: Verlag für Berlin-Brandenburg, S. 89-99. [DNB]
  • Czech, Michaela (1994). Frauen und Sport im nationalsozialistischen Deutschland. Eine Untersuchung zur weiblichen Sportrealität in einem patriarchalen Herrschaftssystem. Berlin: Verlagsgesellschaft Tischler (Beiträge und Quellen zu Sport und Gesellschaft 7), hier bes. S. 99-101 ("Die 'jüdische' Hochspringerin Gretel Bergmann"). [DNB]
  • Kluge, Volker (2009). Eine unglaubliche Geschichte, die immer weitergeht. In: Bahro, Berno; Braun, Jutta & Teichler, Hans-Joachim (Hg.). Vergessene Rekorde. Jüdische Leichtathletinnen vor und nach 1933. Berlin: Verlag für Berlin-Brandenburg, S. 146-151. [DNB]

Web-Tipps

DVD-Kapitel

  1. Prolog
  2. Boykott [1:50]
  3. Schlechte Nachrichten [4:42]
  4. Rückkehr [8:13]
  5. Besuch [12:52]
  6. Ankunft [17:09]
  7. "Die will's aber wissen" [23:29]
  8. Eine geht als erste [28:15]
  9. Beste Grüße vom Führer [33:05]
  10. "Gretel, fünf Runden" [38:09]
  11. Feier bei den Zehnkämpfern [47:57]
  12. Aufgeflogen [52:02]
  13. Alles nur Einbildung? [57:38]
  14. Württembergische Meisterschaften [1:02:54]
  15. Auf Gretels Sieg! [1:07:42]
  16. Post aus Berlin [1:11:24]
  17. Mr. Jackson [1:16:27]
  18. Wettkampftag [1:24:23]
  19. Epilog [1:31:23]
  20. Abspann [1:33:48]