Filmplakat

Agora (Bildnachweis: Tobis)© Tobis

Agora - Die Säulen des Himmels

Stab und Besetzung

Originaltitel: Ágora. Internationaler Titel: Mists of Time. Kinostart: 09.10.2009 (ES), 06.01.2010 (FR), 11.03.2010 (DE), 23.04.2010 (UK). Verleih: Tobis Film (DE). Länge: 126 Min. (Presseheft) bzw. 127 Min. (FSK). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: wertvoll (Begründung).

Regie: Alejandro Amenábar. Drehbuch: Alejandro Amenábar & Mateo Gil. Kamera: Xavi Giménez. Schnitt: Nacho Ruiz Capillas. Szenenbild: Guy Hendrix Dyas (Production Designer), FrankWalsh (Supervising Art Director), Jason Knox-Johnston, Matt Gray & Stuart Kearns (Art Directors). Kostümbild: Gabriella Pescucci. Maskenbild: Jan Sewell (Make Up Designer), Suzanne Stokes-Munton (Hair Designer), David Martí & Montse Ribe (SFX Makeup Supervisors). Musik: Dario Marianelli. Ton: Glenn Freemantle (Sound Designer), Peter Glossop (Production Sound Mixer), Ian Tapp, Richard Pryke & Mike Dawson (Re-Recording Mixers). Spezialeffekte: Chris Reynolds (Special Effects Supervisor). Visuelle Effekte: Félix Bergés (Visual Effects Supervisor), Eduardo Díaz (VFX Supervisor, El Ranchito).

Darsteller: Rachel Weisz (Hypatia), Max Minghella (Davus), Oscar Isaac (Orestes), Ashraf Bahrom (Ammonius), Rupert Evans (Synesius), Homayoun Ershadi (Aspasius), Michael Lonsdale (Theon), Sammy Samir (Cyril), Richard Durden (Olympius), Omar Mostafa (Isidorus), Oshri Cohen (Medorus), Youssef Sweid (Peter) [in der Reihenfolge der Titelsequenz am Ende] u.a. Synchronsprecher: Claudia Urbschat-Mingues (Hypatia), Florian Halm (Orestes), Wolfgang Condrus (Olympius) u.a.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Alexandria, im Jahr 391 nach Christus. An der berühmten Bibliothek lehrt die ebenso schöne wie kluge Philosophentochter Hypatia (...) Mathematik und Astronomie. Bei ihren Schülern ist die selbstbewusste Wissenschaftlerin sehr beliebt, ihre männlichen Kollegen aber beobachten sie mit Argwohn. Nicht nur weil sie eine Frau ist, sondern auch weil sie äußerst moderne Thesen vertritt. Mit wachsender Leidenschaft widmet sich Hypatia den elementaren Fragen des Sonnensystems - und das lange vor Kopernikus und Galileo!

Mit ihren Erkenntnissen erntet sie jedoch nicht nur Respekt und Anerkennung, sondern zieht auch den Groll der erstarkenden Christen auf sich. Als es in der altägyptischen Weltstadt zwischen Heiden und Christentum zum Glaubenskrieg kommt, gerät Hypatia zwischen die Fronten. Und auch privat ist sie hin- und hergerissen zwischen dem Sklaven Davus (...) und ihrem noblen Schüler Orestes (...). Doch statt sich in die schützenden Arme der Liebe zu retten, stürzt sich Hypatia in ihren ganz persönlichen Glaubenskrieg und kämpft für das einzig gültige Prinzip ihrer Lehre: das Ideal der Wahrheit!

Quelle: Tobis Film (Presseheft, S. 6) [Print]

Klappentext (DVD-Cover):

Im antiken Ägypten arbeitet die schöne Philosophin Hypatia (...) als Dozentin an der Bibliothek von Alexandria. Durch ihre fortschrittlichen Theorien gerät sie in Konflikt mit den immer einflussreicheren Christen, die ihren Glauben mit Feuer und Schwert verbreiten. Obwohl Hypatia von dem Sklaven Davus (...) und ihrem vornehmen Schüler Orestes (...) geliebt wird, steht sie den religiösen Fanatikern schließlich allein gegenüber - und begibt sich mit ihrem Bekenntnis zu Menschlichkeit und Wissenschaft in höchste Lebensgefahr ...

Quelle: Tobis Home Entertainment (EAN: 5050582777680)

Auszeichnungen

  • 24. Goya (14.02.2010): Bestes Originaldrehbuch ( Mateo Gil & Alejandro Amenábar), Beste Produktion (José Luis Escolar), Beste Kamera (Xavi Giménez), Bestes Szenenbild (Guy Hendrix Dyas), Bestes Kostümbild (Gabriella Pescucci), Bestes Maskenbild (Jan Sewell & Suzanne Stokes-Munton) & Beste Spezialeffekte (Chris Reynolds & Félix Bergés)

Herr K. meint ...

Zu diesem Film habe ich zusammen mit Karina Castellini eine "Kino & Curriculum"-Ausgabe für das Institut für Kino und Filmkultur (IKF) geschrieben, die Sie im Bereich "Veröffentlichungen" als PDF-Datei herunterladen können.

Filmzitate

Texteinblendungen zu Beginn des Films:

Am Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr. stand das Römische Reich kurz vor dem Zusammenbruch. / Aber Alexandria in der Provinz Ägypten erstrahlte noch immer in altem Glanz. Die Stadt rühmte sich eines der sieben Weltwunder der antiken Welt, dem Leuchtturm von Pharos, und der größten Bibliothek auf Erden. / Die Bibliothek war nicht nur ein kulturelles Symbol, sondern hatte auch eine religiöse Bedeutung. Dort huldigten die Heiden [im Original: pagans] ihren alten Göttern. / Doch nun wurde das Heidentum vom jüdischen Glauben in Frage gestellt, sowie durch eine bisher verbotene, nun wachsende Religion: das Christentum.

Texteinblendungen in der Mitte des Films:

Nach der Erstürmung der Bibliothek konvertierten viele Heiden zum Christentum und Alexandria erlebte friedliche Zeiten. / Hypatia setzte ihre Lehren und Forschungen fort, während ihre Schüler wichtige Posten innerhalb der gesellschaftlichen Elite bekamen. // Das Römische Reich zerfiel in zwei Teile. Viele Christen sahen darin ein Zeichen für den nahenden Weltuntergang. Sie bereiteten sich darauf vor, indem sie noch religiöser lebten. // Der Mönchsorden der "Parabalani" patrouillierte durch die Straßen, um die christlichen Werte zu schützen. // Komplikationen gab es nur noch durch die Anwesenheit der Juden.

Texteinblendungen am Ende des Films:

Hypatias Körper wurde durch die Straßen geschleift und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Orestes verschwand und wurde nie wieder gesehen. Kyrill stieg zum Herrscher von Alexandria auf. // Viel später wurde Kyrill heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer ernannt. // Obwohl Hypatias Forschungen nicht erhalten blieben, gilt sie als ausgezeichnete Astronomin. Sie erlangte Ansehen für ihre mathematischen Studien über konische Kurven. // 1200 Jahre später, im 17. Jahrhundert, entdeckte der Astronom Johannes Keppler, dass eine dieser Kurven, die Ellipse, die Bewegung der Planeten lenkt.

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 12 Jahren.
  • GB: 12A - Suitable for 12 years and over (Consumer Advice: Contains moderate violence and brief gory moments).
  • US: R - Restricted (Reason: Rated R for some violence).

Literaturhinweise

  • Chotjewitz, Peter O. (2002). Der Fall Hypatia. Eine Verfolgung. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt. [DNB]

Hypatia in der Belletristik

  • ANDRES, Stefan (1971). Die Versuchung des Synesios. Roman. München: Piper. [DNB]
  • KINGSLEY, Charles (1892). Hypatia oder Neue Feinde mit altem Gesicht. Neu übersetzt von Helene Lobedan. Mit Illustrationen von W. Weimar. Zwei Teile in einem Bande. Berlin: G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung. [Übersetzung der engl. Originalausgabe von 1853]
  • MAUTHNER, Fritz (2006). Hypatia. Roman aus dem Altertum. Leipzig: Superbia Verlag. [DNB; Neuausgabe der Originalausgabe von 1892]
  • ZITELMANN, Arnulf (1996). Hypatia. Roman. Mit einem Nachwort des Autors. Weinheim: Beltz & Gelberg (Beltz & Gelberg Taschenbuch 750). [DNB; Originalausgabe 1988;]

Hypatia in Fachlexika und Enzyklopädien

  • Brakmann, Heinzgerd (1996). Art. Hypatia. In: LThK, 3. Aufl., 5 (1996), Sp. 369.
  • Dörrie, Heinrich (1967). Art. Hypatia. In: KIP, 2 (1967), Sp. 1272-1273.
  • Hadot, Pierre (1998). Art. Hypatia. In: DNP, 5 (1998), Sp. 799-800.
  • Hardy, Edward R. (1981). Art. Cyrillus von Alexandrien. In: TRE, 8 (1981), S. 254-260.
  • Jaeger, W. (1959). Art. Hypatia. In: RGG, 3. Aufl., 3 (1959), Sp.
  • Klein, Richard (2008). Art. Hypatia. In: RGG, 4. Aufl., 3 (2008), Sp. 1978.
  • Lacombrade, Christian (1994). Art. Hypatia. In: RAC, 16 (1994), Sp. 956-967.
  • Seiffer, Franz (1990). Art. Hypatia. In: BBKL, 2 (1990), Sp.1232-1233.

Web-Tipps

DVD-Kapitel

  1. Deine Götter, meine Götter
  2. Ein Lied aus Liebe [8:58]
  3. Eskalation [23:45]
  4. Das Weltbild des Aristarchos [34:23]
  5. Sturm der Bibliothek [43:13]
  6. Einige Jahre später [56:40]
  7. "Weint um die Juden" [1:07:53]
  8. Ein Leben der Forschung [1:17:13]
  9. Eine Hexe [1:25:15]
  10. Zwei Zentren [1:31:57]
  11. Leben oder bekennen [1:42:50]
  12. Abspann [1:54:52]

Quelle: Tobis Home Entertainment (EAN: 5050582777680)