Filmplakat

Habermann (Bildnachweis: Farbfilm)© Farbfilm

Habermann

Stab und Besetzung

Originaltitel: Habermann. Kinostart: 07.10.2010 (CZ), 25.11.2010 (DE). Verleih: Farbfilm Verleih (DE). Länge: 104 Min. (Presseheft + FSK). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: besonders wertvoll (Begründung).

Regie: Juraj Herz. Drehbuch: Wolfgang Limmer (Mitarbeit: Juraj Herz & Jan Drbohlav), nach der Novelle "Habermanns Mühle" von Josef Urban. Kamera: Alexander Šurkala. Schnitt: Melanie Werwie. Szenenbild: Petr Fořt (Szenenbild), Karel Vaňásek (Ausstattung). Kostümbild: Simona Rybáková. Maskenbild: Anna Nobel-Nobielska (Maske). Musik: Elia Cmiral. Ton: Tomáš Bělohradský (Ton).

Darsteller: Mark Waschke (August Habermann), Karel Roden (Jan Brezina), Ben Becker (Kurt Koslowski), Hannah Herzsprung (Jana Habermann), Wilson Gonzalez Ochsenknecht (Hans Habermann), Jan Hrušínský (Vaclav Pospichal), Andrej Hryc (Jan Hartl), Franziska Weisz (Marta Brezina), Radek Holub (Masek), Zuzana Kronerová (Eliska) u.a. [in der Reihenfolge der Titelsequenz]

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Der junge Unternehmer August Habermann (...) lebt Ende der Dreißigerjahre als angesehener Bürger in einem Dorf in den Sudetengebieten der Tschechoslowakei. Seit vier Generationen betreibt seine Familie dort das größte Sägewerk im Umkreis. Als er seine bildhübsche Frau Jana (...), eine Halbjüdin, heiratet, freut sich jeder mit dem Paar.

Aber die friedlichen Zeiten enden jäh: Die Wehrmacht marschiert in den Sudetengebieten ein und holt diese "heim ins Reich". Anfangs zeigt sich nur Augusts jüngerer Bruder Hans (...) vom Nationalsozialismus infiziert. Doch schon bald geht ein tiefer Riss durch die gesamte Gemeinde. Der intrigante Sturmbannführer Koslowski (...) herrscht im Dorf mit einer perfiden Mischung aus Willkür und Gewalt und bedrängt Habermanns Gattin Jana massiv. Der unpolitische Habermann gerät unversehens zwischen alle Fronten - den Nationalsozialisten gilt er als Tschechenfreund, für die Tschechen ist er plötzlich kein Mitbürger mehr, sondern ein verhasster Besatzer ...

Quelle: Farbfilm Verleih (Presseheft)

Auszeichnungen

  • 31. Bayerischer Filmpreis (15.01.2010): Regiepreis (Juraj Herz) & Preis für den besten Darsteller (Mark Waschke)

Bayerischer Filmpreis - Regie (Begründung):

Dass Juraj Herz seine Kunst versteht, ist nicht neu. Schon zweimal hat er den Bayerischen Filmpreis bekommen und er hat ihn jetzt das dritte Mal verdient. Denn mit "Habermann" beweist Herz, dass eine heikle Geschichte wie die gegenseitige Gewalt im Sudetenland eine besonders sensible Filmsprache braucht, ohne irgendetwas zu beschönigen. Klassisch erzählend, dabei ungemein spannend, aber eben nicht reißerisch. Ehrlich, klar, aber nicht kühl. Packend, aufwühlend, aber nie effektheischend sentimental. So mutig und kunstvoll muss eine derart wichtige Geschichte erzählt werden!

Quelle: Bayerische Staatskanzlei, Pressemitteilung, 15.01.2010

Bayerischer Filmpreis - Darsteller (Begründung):

Der Schauspieler Mark Waschke besticht durch sein Understatement und seine große Aufrichtigkeit im Spiel. Waschke ist in dem Film "Habermann", der sich mit der Vertreibung der Sudentendeutschen aus ihrer deutsch-tschechischen Heimat beschäftigt, der reiche, deutsche Mühlen- und Sägewerkbesitzer August Habermann. Mit feinen, präzisen schauspielerischen Mitteln zeigt Waschke die Entwicklung Habermanns vom offenen, erfolgsgewohnten zum gebrochenen Menschen, der mit Härte um Menschenleben feilschen muss und schließlich von seinen Mitbürgern zu Tode gefoltert wird. Mark Waschke verkörpert seine Rolle ebenso vielschichtig wie transparent. Seine Leistung trägt in starkem Maße dazu bei, dass der Produktionsfirma Art Oko Film und dem Regisseur Juraj Herz mit dem Film ein erschütterndes Zeitdokument gelungen ist.

Quelle: Bayerische Staatskanzlei, Pressemitteilung, 15.01.2010

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 12 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Das Historiendrama handelt von einem Deutschen, der während der Nazizeit im Sudetenland eine Halbjüdin heiratet und nach dem Einmarsch der deutschen Truppen zwischen die Fronten gerät. Der Film beinhaltet eine Reihe sehr realitätsnaher, gewalttätiger Szenen, die von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren jedoch in den historischen Kontext eingeordnet und entsprechend verarbeitet werden können. Eine übermäßige emotionale Belastung ist daher nicht zu befürchten. Auch eine Desorientierung kann bei dieser Altersgruppe ausgeschlossen werden, da die Gewalt unmissverständlich als negativ dargestellt wird.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 26.06.11]

DVD-Kapitel

  1. Hochzeit
  2. Geschäfte [11:18]
  3. Lieferungen [23:43]
  4. Entlassen [39:44]
  5. Hans [54:33]
  6. Die Liste [1:04:01]
  7. Herr Koslowski [1:16:31]