Filmplakat

Jaffa - The Orange's Clockwork (Bildnachweis: mec film)© mec film

Jaffa - The Orange's Clockwork

Stab und Besetzung

Originaltitel: Jaffa - The Orange's Clockwork. Kinostart: 14.10.2010 (DE). Verleih: mec film (DE). Länge: 88 Min. (Presseheft). FSK: ? FBW: -

Regie: Eyal Sivan. Drehbuch: Eyal Sivan. Kamera: David Zarif, Rémi Lainé, Shafir Sarousi & Vincent Fooy. Schnitt: Audrey Maurion. Ton: Oren Raviv, Jean-Jacques Quinet & Asher Saraga.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Jaffa - The Orange's Clockwork porträtiert die wechselvolle Geschichte der einst palästinensischen Orangenplantagen Jaffas, ihre schleichende Enteignung im Zuge der zionistischen Besiedlung sowie die Kreation der weltberühmten israelischen Marke "Jaffa". Anhand von außergewöhnlichem Archivmaterial und Interviews spürt der Regisseur nach, wie Israel mit Hilfe der Orange im wahrsten Sinne des Wortes sein Image geschaffen und vermarktet hat.

Quelle: mec film (Presseheft)

Langinhalt (Presseheft):

Wer kennt sie nicht, die Jaffa-Orange? Seit Jahrzehnten ist sie lecker, gesund und weltberühmt. Selbst Stars wie Ingrid Bergman und Louis Armstrong posierten für sie - "Jaffa" war die Coca-Cola der Fruchtsäfte. Die Geschichte der Hafenstadt Jaffa, deren Rumpf heute ein Stadtteil von Tel Aviv ist, ist Jahrtausende alt. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war sie eine der lebendigsten und kosmopolitischsten Städte des Nahen Ostens - kulturell, ökonomisch und politisch. In ihrem Umland wurden über Jahrhunderte Orangen kultiviert, der Export der palästinensischen "Jaffa-Oranges" durch den Hafen gewährleistet.

Anhand von einzigartigem Archivmaterial spürt Eyal Sivan in Jaffa - The Orange's Clockwork der Orangen-Marke nach. Er zeigt israelischen und palästinensischen Intelektuellen und Mitarbeitern der Zitrusindustrie alte Fotos, frühe Filmaufnahmen, Werbefilme und -plakate,politische Poster sowie Malerei rund um die Frucht. Sie erinnern, reflektieren und analysieren am Beispiel der Jaffa-Orangen ihre eigene Geschichte und die ihres Landes. Die unterschiedlichen, sich ergänzenden Narrative brechen Mythen und schreiben eine Geschichte jenseits nationalistischer Historiographie. Gleichzeitig zeigt die visuelle Selbstdarstellung der zionistischen Marke "Jaffa" die systematische Schaffung einer Legende.

Quelle: mec film (Presseheft, Rechtschreibung nicht korrigiert)

Herr K. meint ...

"Jaffa - The Orange's Clockwork" ist ein (politischer) Essayfilm. Das Konzept der Vielstimmigkeit findet ihren Ausdruck auch in der Sprachvielfalt (hebräisch, arabisch, englisch, französisch). Der untertitelte Film erfordert daher auch eine gewisse Medienkompetenz, die - so meine Erfahrung - bei gewissen Teilen des Publikums leider nicht vorausgesetzt werden kann ...

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