Filmplakat

Lebanon (Bildnachweis: Senator)© Senator

DVD-Cover

Lebanon (Bildnachweis: Universum)© Universum

Lebanon

Stab und Besetzung

Originaltitel: Levanon. Festivals: 08.09.2009 (Filmfestspiele Venedig). Kinostart: 24.09.2009 (IL eingeschränkt), 15.10.2009 (IL), 09.04.2010 (UK), 06.08.2010 (US - NYC), 14.10.2010 (DE). Verleih: Senator Film Verleih (DE). Länge: 92 Min. (Presseheft + FSK-12) bzw. 93:28 Min. (FSK-16). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte) bzw. ab 16 Jahren (Freigabekarte). FBW: -

Regie: Samuel Maoz. Drehbuch: Samuel Maoz. Kamera: Giora Bejach. Schnitt: Arik Lahav-Leibovich. Szenenbild: Ariel Roshko (Production Designer), Chen Shoresh Ohayon (Set Decorator). Kostümbild: Hila Bargiel. Maskenbild: Orly Ronen (Make-Up Artist). Musik: Nicolas Becker & Benoit Delbecq (Original Music), Alex Claude (Soundtrack Designer). Ton: David Liss (Sound Mixer), Tobias Fleig (Re-Recording Mixer). Spezialeffekte: Pini Klavir (Special Effects).

Darsteller: Yoav Donat (Shmulik), Itay Tiran (Assi), Oshri Cohen (Hertzel), Michael Moshonov (Yigal), Zohar Strauss (Jamil), Dudu Tassa (Syrian Captive), Ashraf Barhum (1st Phalangist), Reymonde Amsellem (Lebanese Mother) [in der Reihenfolge der Titelsequenz am Ende] u.a.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Sommer 1982 - Der erste Libanon-Krieg. Ein einzelner Panzer wird zu einer Routinemission abkommandiert, die sich zu einem Albtraum entwickelt. Völlig unvorbereitet findet sich die vierköpfige Panzerbesatzung gefangen in einer Gewaltsituation, die sie in jeder Hinsicht überfordert. Nur noch ihrer Angst und ihrem Instinkt gehorchend, versuchen die vier jungen Männer, im Chaos des Krieges zu überleben ...

Quelle: Senator Film Verleih (Presseheft)

Synopsis (Presseheft):

Der erste Libanon-Krieg - Juni 1982. Ein einzelner Panzer, unterstützt von einem Zug Fallschirmspringer, setzt sich in Bewegung um eine feindliche Stadt auszukundschaften, die zuvor von der israelischen Luftwaffe bombardiert wurde. Was wie eine einfache Mission aussieht, gerät nach und nach außer Kontrolle und entwickelt sich zu einer tödlichen Falle, zu einem grauenvollen Albtraum.

Die Besatzung des Panzers sind Shmulik der Richtschütze, Assi der Kommandant, Herzl der Ladeschütze und Yigal der Fahrer. Vier junge Männer um die 20, alles andere als Rowdys, keiner von ihnen ist scharf auf Kampf, Eroberung oder Selbstaufopferung, aber sie haben den Befehl, diese Killermaschine zu operieren. Sie sind tapfere Jungen, die auf äußerst brutale Weise ihre Unschuld verlieren und deren Seele zerstört wird - verstrickt in die absurden und unfairen Bedingungen des Krieges, der sie in Horror und Todesangst versetzt. Um in einer Situation zu überleben, die sie längst nicht mehr unter Kontrolle haben, treibt sie ihr Überlebenswille an ihre Grenzen und verzweifelt versuchen sie, sich im Chaos des Krieges einen Rest von Menschlichkeit zu bewahren.

Quelle: Senator Film Verleih (Presseheft)

Auszeichnungen

  • 66. Internationale Filmfestspiele Venedig 2009: Goldener Löwe & Lobende Erwähnung der SIGNIS-Jury
  • Israelischer Filmpreis: Bester Nebendarsteller (Zohar Strauss), Beste Kamera (Giora Bejach), Bestes Szenenbild (Ariel Roshko), Bester Ton (Alex Claude & David Lis)
  • Jury der Ev. Filmarbeit: Film des Monats 10/2010 (PDF)
  • 23. Europäischer Filmpreis (04.12.2010): Beste Kamera (Giora Bejach), FIPRESCI-Preis ("European Discovery - Prix FIPRESCI")

Lobende Erwähnung der SIGNIS-Jury (Begründung):

"Obwohl der Film in einem israelischen Panzer spielt und eine ganz spezielle Perspektive auf den ersten Tag des Kriegs mit dem Libanon 1982 eröffnet, bietet er ein Porträt von jungen Soldaten, die psychologisch nicht auf die Konfrontation mit dem Krieg vorbereitet sind. Der Film ist ein Schrei aus der Tiefe des Herzens für die leidenden Menschen der ganzen Region." [zit. nach film-dienst 21/2009, S. 58]

Herr K. meint ...

Beklemmend im wahrsten Sinne des Wortes!

"Lebanon" ist ein "Kammerspiel" der besonderen Art: Der Film spielt fast ausschließlich in einem Panzer der israelischen Armee am 6. Juni 1982, dem ersten Tag des 1. Libanon-Krieges. Das Geschehen außerhalb des Panzers wird nur mit Hilfe der subjektiven Kamera gezeigt, die den Blick durch ein Zielfernrohr imitiert.

Die jungen Soldaten werden meist in halbnahen oder großen Einstellungen gezeigt, so dass der Zuschauer ihnen auf die "Pelle" rückt. Unterstützt wird die Unmittelbarkeit zudem durch das beeindruckende Sounddesign (Geräusche) und das Vibrieren der Kamera beim Fahren des Panzers.

Nur ein einziges Mal hat der Zuschauer den israelischen Soldaten etwas voraus: Der Phalangist erzählt dem libanesischen Gefangenen auf arabisch, dass und wie er ihn später foltern wird. So erzeugen Filme Spannung durch Wissensvorsprung (siehe Bordwell und Hitchcock).

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 12 bzw. 16 Jahren.
  • GB: 15 - Suitable only for 15 years and over (Consumer Advice: Contains strong language and violence).
  • US: R - Restricted (Reason: Rated R for disturbing bloody war violence, language including sexual references, and some nudity).

FSK (Freigabebegründung):

Das Antikriegsdrama schildert die Erfahrungen einer jungen israelischen Panzerbesatzung im ersten Libanonkrieg vollständig aus ihrer beengten Perspektive. Der Film zeigt das Kriegsgeschehen realistisch und beklemmend, doch Jugendliche ab 16 Jahren können die Bilder einordnen und sich mit den wichtigen Fragen über Krieg und Gewalt konstruktiv auseinandersetzen. (Die Originalfassung ist ab 12 Jahren freigegeben)

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 26.06.11]

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DVD-Kapitel

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  6. Die Phalangisten [51:52]
  7. In der Falle [59:47]
  8. Jigal ist tot [1:10:26]
  9. Abspann [1:22:59]

Quelle: Senator Home Entertainment (EAN: 4013575573097)