Filmplakat

Lourdes (Bildnachweis: NFP marketing & distribution)© NFP

Lourdes

Stab und Besetzung

Originaltitel: Lourdes. Kinostart: 11.09.2009 (AT), 01.04.2010 (DE). Verleih: NFP marketing & distribution (DE). Länge: 99 Min. (Presseheft + FSK). FSK: ohne Altersbeschränkung (Freigabekarte). FBW: besonders wertvoll (Begründung).

Regie: Jessica Hausner. Drehbuch: Jessica Hausner. Kamera: Martin Gschlacht. Schnitt: Karina Ressler. Szenenbild: Katharina Wöppermann (Filmarchitektur). Kostümbild: Tanja Hausner. Maya Benamer, Silvia Pernegger & Martha Ruess (Maske), Loli Avellanas (Haare). Musik: - Ton: Uve Haußig (Ton), Erik Mischijew & Matz Müller (Sound Design), Matthias Lempert & Bernhard Maisch (Mischung).

Darsteller: Sylvie Testud (Christine), Léa Seydoux (Maria), Bruno Todeschini (Kuno), Elina Löwensohn (Cecile), Gilette Barbier (Frau Hartl), Gerhard Liebmann (Pater Nigl), Linde Prelog (Frau Huber), Heidi Baratta (Frau Spor) [in der Reihenfolge der Titelsequenz] u.a.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Muss man sich ein Wunder verdienen? Im Wallfahrtsort Lourdes erhebt sich eine junge Frau aus ihrem Rollstuhl. Geheilt? Privilegiert? Oder letztlich doch von Gott verlassen? Glaube, Hoffnung, Liebe: LOURDES verfolgt Grundkonstanten menschlicher Selbsterfindung mit lakonischem Humor und latentem Grauen. [...]

Quelle: NFP marketing & distribution (Presseheft)

Langinhalt (Presseheft):

Hauptfigur des Films ist eine gelähmte Frau, Christine: wir sehen die Reise durch ihre Augen, ihr durch die Bewegungsunfähigkeit eingeschränktes Blickfeld ist unser Fenster zur Welt, durch das wir ihre Sehnsucht nach menschlicher Gemeinschaft und Nähe erleben. Ihr durch die Krankheit verändertes Leben hat sie in eine unfreiwillige Isolation gezwungen, die sie überwinden möchte. Sie sehnt sich danach, wieder dazu zu gehören, alles tun zu können, was die anderen so problemlos können, normal zu sein. In Maria, einer jungen Malteserin und Christines Betreuerin, findet sie das Bild ihrer Vergangenheit und eine neue Hoffnung erwacht in ihr; Maria begleitet Christine in die Bäder und zu den Prozessionen. Aber Marias Jugend sehnt sich nach ihresgleichen, manchmal versucht sie dem Anblick der Krankheit zu entkommen, sich zu amüsieren und Christine beobachtet diese Welt der Anderen sehnsuchtsvoll, während sich nun Frau Hartl ihrer annimmt. Frau Hartl ist eine ältere Pilgerin, die zwar kein körperliches Gebrechen hierher bringt, aber von ihrer lebenslangen Einsamkeit gequält ist, die sie hier lindern möchte. Ihre wortlose Leere wartet darauf gefüllt zu werden, durch eine Aufgabe, durch einen Sinn, den sie nun darin findet, für Christine zu beten - und ihr Gebet wird erhört: Tatsächlich kommt es im Verlauf des Aufenthaltes zu einer Besserung von Christines Zustand bis hin zu einer Heilung, Christine kann wieder gehen. Das Wunder wird nun vor dem Ärztekommitee in Lourdes geprüft - die Ergebnisse dieser Prüfung sind fraglich, da Christines Krankheit die Möglichkeit schubhafter Besserungen wie Verschlechterungen kennt. Während die Möglichkeit eines Rückfalls drohend über Christine schwebt, genießt sie das Glück, das sich für diesen Moment erfüllt hat und versucht es fest zu halten.

Quelle: NFP marketing & distribution (Presseheft)

Auszeichnungen

  • 66. Internationale Filmfestspiele Venedig 2009: FIPRESCI-Preis & SIGNIS-Preis
  • Kirchliche Filmbeauftragte der Schweiz: Film des Monats 03/2010 (PDF)
  • Katholische Filmkritik: Kinotipp 198/April 2010
  • 23. Europäischer Filmpreis (04.12.2010): Beste Darstellerin (Sylvie Testud)

SIGNIS-Preis (Begründung):

"Die Jury weist ausdrücklich darauf hin, den Preis nicht wegen des "katholischen" Schauplatzes vergeben zu haben, sondern weil der Film fundamentale menschliche Fragen aufwirft: Glauben, physisches Leiden, Hoffnung, Wunder und das Unerklärliche. Mit bemerkenswerten technischen und künstlerischen Fähigkeiten führt uns die Regisseurin an die Grenze menschlicher Erwartungen und erlaubt es dem Publikum die Bedeutung von menschlicher Freiheit und göttlicher Intervention zu entdecken."

Web-Tipps

DVD-Kapitel

  1. Die Ankunft
  2. Fürbitten [8:05]
  3. Der Sinn des Lebens [17:15]
  4. Aufgaben und Pflichten [26:42]
  5. Hoffnungen [35:41]
  6. Unerwartete Ereignisse [45:23]
  7. Das Wunder [56:39]
  8. Erste Annäherung [1:05:58]
  9. Zukunftsträume [1:12:40]
  10. Das Fest [1:19:34]
  11. Abspann [1:31:40]