Filmplakat

Der deutsche Freund (Bildnachweis: Neue Visionen)© Neue Visionen

Der deutsche Freund

Stab und Besetzung

Originaltitel: El amigo alemán. Kinostart: 01.11.2012 (DE). Verleih: Neue Visionen Filmverleih (DE). Länge: 99:55 Min. (FSK, 25 fps), 100 Min. (Presseheft) bzw. 103:33 Min. (FSK, 24 fps). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: besonders wertvoll (Begründung).

Regie: Jeanine Meerapfel. Drehbuch: Jeanine Meerapfel. Kamera: Víctor Kino González. Schnitt: Andrea Wenzler. Szenenbild: Federico Mayol & Alexander Scherer (Szenenbild). Kostümbild: Connie Balduzzi & Lucia Faust. Maskenbild: Waldemar Pokromski & Sabine Schumann (Maske). Musik: Floros Floridis. Ton: Victor Tendler & Michael Busch (Originalton), Stephan Colli (Sound Supervisor), Mirko Reinhard (Sound Designer), Stefan Korte (Mischung). Spezialeffekte: Lanfranco Buratini (FX Koordinator, Piromanía Efectos Especiales). Visuelle Effekte: Manfred Büttner (VFX Supervisor).

Darsteller: Celeste Cid (Sulamit), Max Riemelt (Friedrich), Benjamin Sadler (Michael), Noemí Frenkel (Ida Löwenstein), Jean Pierre Noher (Philipp Löwenstein), Carlos Kaspar (Rudolf Burg), Katja Alemann (Martha Burg), Daniel Fanego (Eduardo), Adriana Aizenberg (Tante Else) [in der Reihenfolge der Titelsequenz], Julieta Vetrano (Sulamit (Kind), Juan Francisco Rey (Friedrich (Kind)) u.a.

Inhalt

Synopsis (Presseheft):

In ihrem neuen Kinofilm erzählt Jeanine Meerapfel die Geschichte einer großen Liebe in Zeiten des politischen Umbruchs und historischen Wandels. Sulamit, Tochter jüdischer Emigranten aus Deutschland, wächst im Buenos Aires der 50er Jahre auf. In unmittelbarer Nachbarschaft leben hier Juden und Nazis, aus Europa geflohen und in der Fremde erneut zusammengeworfen. Als junges Mädchen trifft Sulamit auf Friedrich, einen deutschen Jungen, der mit seiner Familie im Haus direkt gegenüber wohnt. Zwischen den beiden entsteht schon bald eine ungewöhnliche Nähe. Als Friedrich erfährt, dass sein Vater ein SS-Obersturmbannführer war, bricht er mit seiner Familie und geht nach Deutschland. Bald schließt er sich der deutschen Studentenbewegung an. Sulamit folgt ihm wenige Jahre später. Doch sie muss feststellen, dass sein politisches Engagement keinen Raum für ihre Liebe lässt. Sulamit studiert, arbeitet später als Übersetzerin und beginnt eine Beziehung mit dem Universitätsassistenten Michael, der sie liebt und ihr hilft. Doch ihr Herz hängt an Friedrich. Als dieser Deutschland verlässt, um sich einer argentinischen Guerillabewegung anzuschließen, bricht der Kontakt ab und Friedrich verschwindet spurlos. Sulamit begibt sich auf eine Suche, die sie bis ins Herz Patagoniens führt.

Quelle: Neue Visionen Filmverleih (Presseheft, S. 5) [Print]

Herr K. meint ...

Produktionsnotizen: Der deutsch-argentinische Film ist eine Produktion von Malena Filmproduktion in Koproduktion mit Ricardo Freixá, Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion, CinePostproduction, Torus Filmtonpostproduktion und WDR (Redaktion: Andrea Hanke).

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 12 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Zwischen den 1950er und den 1970er Jahren [sic! Falsch! MMK] spielendes Drama über ein junge Jüdin, die sich in Argentinien in den Sohn eines untergetauchten Nazis verliebt. Sie folgt ihm nach Deutschland, wo er sich der radikalen Studentenbewegung anschließt. Jugendliche ab 12 Jahren sind auf Grund ihrer anzunehmenden Vertrautheit mit der Historie Deutschlands fähig, den Bruch des jungen Mannes mit seiner Nazi-Familie nachzuvollziehen, ohne dass es zu einer emotional verstörenden Wirkung kommt. Das Engagement des Protagonisten in der gewaltbereiten Studentenbewegung hat nichts Glorifizierendes, von einer negativen Vorbildwirkung ist daher nicht auszugehen. Einzelne Szenen körperlicher Gewalt haben nichts Selbstzweckhaftes. Sie sind schlüssig in die ansonsten sehr ruhige Erzählung mit überragenden Protagonisten eingebettet und wirken auf ab 12-Jährige möglicherweise berührend, aber nicht überfordernd.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 17.01.13]