Filmplakat

Lore (Bildnachweis: Piffl)© Piffl

Lore

Stab und Besetzung

Originaltitel: Lore. Festivals: 02.08.2012 (Festival del film Locarno). Kinostart: 01.11.2012 (DE). Verleih: Piffl Medien (DE). Länge: 108:58 Min. (FSK, 24 fps) bzw. 109 Min. (Presseheft). FSK: ab 16 Jahren (Freigabekarte). FBW: besonders wertvoll (Begründung).

Regie: Cate Shortland. Drehbuch: Cate Shortland & Robin Mukherjee, nach dem Roman "The Dark Room" von Rachel Seiffert. Kamera: Adam Arkapaw. Schnitt: Veronika Jenet. Szenenbild: Silke Fischer (Szenenbild), Jochen Dehn (Ausstattung), ... (...) . Kostümbild: Stefanie Bieker. Maskenbild: Katrin Westerhausen (Maskenbild) [zusätzlich im Abspann: Ulrike Borrmann]. Musik: Max Richter. Ton: Sam Petty (Sound Design), Michael Busch (Ton), ... (...). Visuelle Effekte: Jamie Russell (Visuelle Effekte).

Darsteller: Saskia Rosendahl (Lore), Kai Malina (Thomas), Nele Trebs (Liesel), Ursina Lardi (Mutti), Hans-Jochen Wagner (Vati), Mika Seidel (Jürgen), André Frid (Günter), Eva-Maria Hagen (Omi) [in der Reihenfolge der Titelsequenz am Ende] u.a.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Süddeutschland, Frühjahr 1945. Die 15jährige Lore, älteste Tochter ranghoher Nationalsozialisten, ist im unerschütterlichen Glauben an Führer, Volk und Vaterland aufgewachsen. Nun ist der Krieg verloren, die Eltern von den Alliierten verhaftet. Auf sich allein gestellt, muss sich Lore mit ihren Geschwistern zur Großmutter hoch im Norden durchschlagen.

Die Reise führt quer durch die Sektoren im zerstörten Deutschland. Hunger und Kälte setzen Lore und ihren Geschwistern zu, ohne Passierscheine müssen sie Städte und Siedlungen meiden und den Militärkontrollen ausweichen. Mit fast unverbrüchlichem Trotz klammert sich Lore an das, was sie gelernt hat, doch in die grausamen Gewissheiten nationalsozialistischer Erziehung mischen sich verwirrende Zweifel.

Als sich der wenig ältere, rätselhafte Thomas der Gruppe zugesellt, kollidiert Lores so festgefügtes Weltbild endgültig mit der neuen Wirklichkeit. Die Papiere, mit denen Thomas die Gruppe an der amerikanischen Kontrolle vorbeibringt, weisen ihn als jüdischen KZ-Überlebenden aus.

Noch ist es weit, sehr weit bis in den Norden.

Quelle: Piffl Medien (Presseheft) [PDF]

Auszeichnungen

  • 65. Festival del film Locarno 2012: Publikumspreis Piazza Grande
  • 23. Hessischer Filmpreis 2012 (12.10.2012): Bester Spielfilm
  • 61. Deutscher Filmpreis (26.04.2013): Bester Spielfilm in Bronze

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 16 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Drama über die junge Tochter eines ranghohen Nazis, die zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor den Alliierten durch Deutschland flüchtet. Dabei geraten ihre politischen Überzeugungen immer mehr ins Wanken. Der Film ist von einer Atmosphäre der Bedrohung und Gefahr geprägt, vereinzelt kommt es zu gewalttätigen Handlungen. Diese sind jedoch in keiner Weise selbstzweckhaft inszeniert und schlüssig in die dramatische Erzählung eingebunden. Darüber hinaus sind Jugendliche ab 16 Jahren in der Lage, die Geschehnisse in den historischen Kontext einzuordnen und entsprechend zu verarbeiten. Eine Überforderung kann ausgeschlossen werden.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 16.12.12]

Literaturhinweise

  • SEIFFERT, Rachel (2001). Die dunkle Kammer. Aus dem Englischen von Olaf Matthias Roth. Berlin: Ullstein. [DNB]