Filmplakat

Oh Boy (Bildnachweis: X Verleih)© X Verleih

Oh Boy

Stab und Besetzung

Originaltitel: Oh Boy. Festivals: 04.07.2012 (Filmfest München), 12.09.2012 (Filmfest Oldenburg (Eröffnungsfilm)). Kinostart: 01.11.2012 (DE). Verleih: X Verleih (DE). Länge: 82 Min. (Presseheft), 82:08 Min. (FSK, 25 fps) bzw. 85:07 Min. (FSK, 24 fps). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: -

Regie: Jan Ole Gerster. Drehbuch: Jan Ole Gerster. Kamera: Philipp Kirsamer. Schnitt: Anja Siemens. Szenenbild: Juliane Friedrich (Szenenbild). Kostümbild: Ildiko Okolicsanyi & Juliane Maier. Maskenbild: Dana Bieler & Lina Kramer (Maskenbild). Musik: The Major Minors & Cherilyn McNeil. Ton: Magnus Pflüger (Filmtonmeister), ... (...).

Darsteller: Tom Schilling (Niko Fischer), Friederike Kempter (Julika Hoffmann), Marc Hosemann (Matze), Katharina Schüttler (Elli), Justus von Dohnányi (Karl Speckenbach), Andreas Schröders (Psychologe), ... (...), Martin Brambach (Jörg), RP Kahl (Stefan), ... (...), ... (...), Katharina Hauck (Café-Besitzerin),... (...), ... (...), Frederick Lau (Ronny), Ulrich Noethen (Walter Fischer), Michael Gwisdek (Alter Mann) [in der Reihenfolge der Titelsequenz am Ende] u.a.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

"Kennst du das Gefühl, dass Dir die Leute um Dich herum merkwürdig erscheinen? Und je länger Du darüber nachdenkst, desto klarer wird Dir, dass nicht die Leute sondern Du selbst das Problem bist?"

Niko ist Ende zwanzig und hat vor einiger Zeit seinem Studium ade gesagt. Seitdem lebt er in den Tag hinein, driftet schlaflos durch die Straßen seiner Stadt und wundert sich über die Menschen seiner Umgebung. Niko ist ein Flaneur und Zuhörer, dem die Menschen ihre Geschichten erzählen. Mit stiller Neugier beobachtet er sie bei der Bewältigung des täglichen Lebens. Bis zu diesem turbulenten Tag: Seine Freundin zieht einen Schlussstrich, sein Vater dreht ihm den Geldhahn zu und ein Psychologe attestiert ihm "emotionale Unausgeglichenheit". Eine sonderbare Schönheit namens Julika konfrontiert ihn mit den Wunden der gemeinsamen Vergangenheit, sein neuer Nachbar schüttet ihm bei Schnaps und Buletten sein Herz aus und in der ganzen Stadt scheint es keinen "normalen" Kaffee mehr zu geben. Sollte Niko nach diesem Tag wirklich seine "Komfortzone" verlassen und sein Leben ändern? Kriegt er am Ende vielleicht Julika? Und sogar die heißersehnte Tasse Kaffee?

Quelle: X Verleih (Presseheft) [PDF]

Auszeichnungen

  • 30. Filmfest München (06.07.2012): Förderpreis Neues Deutsches Kino - Drehbuch (Jan Ole Gerster)
  • 19. Filmfest Oldenburg 2012: German Independence Award, Seymour Cassel Award - Outstanding Performance (Tom Schilling) & German Independence Award - Publikumspreis
  • Preis der deutschen Filmkritik 2012 (11.02.2013): Bestes Spielfilmdebüt (Jan Ole Gerster) & Beste Musik (The Major Minors & Cherilyn McNeil)
  • 61. Deutscher Filmpreis (26.04.2013): Bester Spielfilm in Gold, Bestes Drehbuch (Jan Ole Gerster), Beste Regie (Jan Ole Gerster), Beste darstellerische Leistung - männliche Hauptrolle (Tom Schilling), Beste darstellerische Leistung - männliche Nebenrolle (Michael Gwisdek) & Beste Filmmusik (The Major Minors & Cherilyn McNeil)

Förderpreis Deutscher Film - Drehbuch (Begründung):

Der Preis für das beste Drehbuch geht an Jan Ole Gerster für "Oh Boy", als Anerkennung für die außerordentliche Qualität der Dialoge und die konsequente und zugleich lässige Entwicklung der Handlung.

Herr K. meint ...

Produktionsnotizen: Der Film ist eine Produktion von Schiwago Film und Chromosom Filmproduktion in Koproduktion mit HR und in Zusammenarbeit mit ARTE.

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 12 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Drama über einen jungen Mann in Berlin, der sein Studium abgebrochen hat und orientierungslos in den Tag hineinlebt. In einer Reihe von Begegnungen ist er immer wieder gezwungen, sich auch mit sich selbst auseinanderzusetzen. Der Film ist von melancholischem Grundton und in Episoden von komischer bis tragischer Stimmung geprägt. Trotz des ruhigen Erzähltempos und des Fehlens von drastischen Bildern könnten dabei manche Elemente Zuschauer unter 12 Jahren überfordern, etwa Szenen über Krebs und Tod, aggressive Konfrontationen zwischen den Protagonisten und die unlösbar scheinenden inneren Konflikte der Hauptfigur. Doch bereits 12-Jährige können diese Aspekte auf der Basis ihrer Lebenserfahrung den Filmfiguren zuordnen und verarbeiten. Auch den beiläufigen Konsum von Alkohol, Zigaretten und illegalen Drogen können sie im Kontext der Geschichte bewerten, ebenso wie den gelegentlich derben Sprachgebrauch. Für Jugendliche ab 12 Jahren bietet der Film ausreichend reflexive Momente, um sich mit den gezeigten Problemen konstruktiv auseinanderzusetzen, ohne überfordert zu werden.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 29.12.12]