Filmplakat

Wer weiß, wohin? (Bildnachweis:  Tobis)© Tobis

Filmplakat (FR)

Et maintenant on va où? (Bildnachweis: Pathé)© Pathé

DVD-Cover (2012)

Wer weiß, wohin? (Bildnachweis: Universal HE)© Universal HE

Wer weiß, wohin?

Stab und Besetzung

Originaltitel: Et maintenant on va où? Internationaler Titel: Where Do We Go Now? Festivals: 16.05.2011 (Festival de Cannes). Kinostart: 14.09.2011 (FR), 22.03.2012 (DE), 23.03.2012 (AT). Verleih: Tobis Film (DE). Länge: 100 Min. (Presseheft) bzw. 102:24 Min. (FSK). FSK: ab 12 Jahren (Freigabekarte). FBW: -

Regie: Nadine Labaki. Drehbuch: Nadine Labaki, Jihad Hojeily & Rodney Al Haddad (avec la collaboration de Thomas Bidegain). Kamera: Christophe Offenstein. Schnitt: Véronique Lange. Szenenbild: Cynthia Zahar (Décors). Kostümbild: Caroline Labaki. Maskenbild: Claudine Choueiri (Chef maquilleuse), Christiane Walegren (Maquilleuse SFX), Nader Sidani (Chef coiffeur). Musik: Khaled Mouzanar (Musique originale), Tania Saleh (Paroles des chansons). Ton: Michel Casang (Chef opérateur son), Gwennolé Le Borgne (Monteur son), Dominique Gaborieau (Mixage). Visuelle Effekte: Joel Pinto (Superviseur effets visuels, Duran Duboi).

Darsteller: Claude Baz Moussawbaa (Takla), Layla Hakim (Afaf), Nadine Labaki (Amale), Yvonne Maalouf (Yvonne), Antoinette Noufaily (Saydeh), Julien Farhat (Rabih), Ali Haidar (Roukoz), Kevin Abboud (Nassim), Petra Saghbini (Rita), Mostafa Al Sakka (Hammoudi), Sasseen Kawzally (Issam), Caroline Labaki (Aida) [in der Reihenfolge des Abspanns] u.a. Synchronsprecher: Gabriele Streichhahn (Takla), Andrea Aust (Afaf), Christin Marquitan (Amale), Marie Gruber (Yvonne), Marina Krogull (Saydeh), Nico Mamone (Rabih), Benjamin Seidel (Roukoz), Marcel Mann (Nassim), Tanja Kahana (Rita), Willi Garth (Hammoudi), Olaf Reichmann (Issam), Carmen Katt (Aida) u.a.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Ein abgelegenes Dorf irgendwo im Nahen Osten. Die einzige Verbindung zur Außenwelt bildet eine marode Brücke, die Zufahrt ist von Minenfeldern umgeben, der Fernsehempfang schlecht. Hier haben sich Moslems und Christen eine Oase des Friedens geschaffen, in der zwar über Nichtigkeiten gestritten wird, die Menschen aber ansonsten harmonisch zusammenleben - selbst Kirche und Moschee wurden nur einen Steinwurf voneinander entfernt erbaut. Doch dann eskalieren die Konflikte im Land, und auch im Dorf wachsen die Spannungen. Gewaltübergriffe wollen die Frauen jedoch mit aller Macht verhindern. Sie lassen sich die verrücktesten Dinge einfallen, um die Situation wieder zu entschärfen und die Männer auf andere Gedanken zu bringen: Plötzlich geschehen (falsche) Wunder. Ein Trupp ukrainischer Stripperinnen taucht unverhofft im Dorf auf. Und das Essen wird anstatt mit Zimt und Koriander mit Haschisch und Schlafmitteln gewürzt. Erst als ein Dorfjunge auf dem Weg zur nächsten Stadt ins Kreuzfeuer der verfeindeten Parteien gerät, droht das fragile Gleichgewicht doch noch zu kippen ...

Quelle: Tobis Film (Presseheft, o.S.) [PDF]

Auszeichnungen

Kirchliche Empfehlungen:

  • Kirchliche Filmbeauftragte der Schweiz: Film des Monats 03/2012 (PDF)

Filmzitate

Voice-over zu Beginn des Films:

Meine Geschichte, die ich hier erzähle, ist ein Geschenk an alle. Sie erzählt von Menschen, die fasten, und Menschen, die beten. Sie erzählt von einem Dorf, das auf einem Hügel steht. Einem Dorf, das in einen Krieg verwickelt ist. Ein Krieg, der irgendwann begonnen hat. Wo, weiß ich nicht. Dieses Dorf ging verloren zwischen zwei Welten. Die Herzen der Menschen wurden so lange gereinigt, bis ihr Blut zu Wasser wurde. An diesem einsamen Ort, der sich für den Frieden entschieden hat, wurde seine Geschichte gesponnen aus Stacheldraht und Minenfeldern. Eine Geschichte, die im dunklen Schatten versinkt und in der es weder einen Mond noch Rosen gibt. In der die Menschen voller Kummer und Sorgen ihre Augen mit Asche schwärzen. Und in der ihre Kinder dazu verurteilt sind, schwarz zu tragen, wenn sie erwachsen sind.

Voice-over am Ende des Films:

Für alle, die zugehört haben, endet hier meine Geschichte von einem Dorf, das Frieden fand, während alle anderen sich bekriegten. Es ist eine Geschichte von Männer, die so tief schliefen, dass sie keinen Krieg vorfanden, als sie erwachten. Eine Geschichte von Frauen, die immer noch schwarz tragen und deren Waffen Blumen und Gebete waren in einem Krieg ohne Waffen. Um ihre Kinder zu beschtützen, waren sie gezwungen, einen neuen Weg zu finden.

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 12 Jahren.
  • FR: TP - Tous publics.

FSK (Freigabebegründung):

Die Tragikomödie erzählt von einem abgeschiedenen Dorf im Nahen Osten, in dem Muslime und Christen in friedlicher Harmonie miteinander leben. Als die Konflikte im Land jedoch eskalieren, droht schließlich auch dort die Stimmung zu kippen und Gewalt auszubrechen, was insbesondere die Frauen des Dorfs mit vielerlei Finten zu verhindern versuchen. Der Film entfaltet seine Geschichte als ein Plädoyer für Toleranz und Gewaltlosigkeit und porträtiert seine Protagonisten sehr einfühlsam. Insbesondere die Komik, wie sie etwa in mehreren musicalhaften Szenen zum Ausdruck kommt, bietet dabei Distanzierungsmöglichkeiten vom ernsten Hintergrund der Handlung. Einzelne belastende Ereignisse wie die Tötung eines Jungen und die Trauer seiner Mutter sind sehr emotional in Szene gesetzt. 12-Jährige sind bereits in der Lage, diese eindrucksvollen und eindringlichen Szenen in den Erzählkontext einzuordnen und emotional zu verarbeiten, wozu das hoffnungsvolle Ende des Films ebenfalls beiträgt.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 27.03.12]