Filmplakat

Work Hard - Play Hard (Bildnachweis: Film Kino Text)© Film Kino Text

Work Hard - Play Hard

Stab und Besetzung

Originaltitel: Work Hard - Play Hard. Festivals: 18.10.2011 (DOK Leipzig). Kinostart: 12.04.2012 (DE). Verleih: Film Kino Text (DE). Länge: 90 Min. (Presseheft) bzw. 91:00 (FSK, 25 fps) bzw. 94:19 Min. (FSK, 24 fps). FSK: ohne Altersbeschränkung (Freigabekarte). FBW: -

Regie: Carmen Losmann. Drehbuch: Carmen Losmann. Kamera: Dirk Lütter. Schnitt: Henk Drees. Musik: Henk Drees. Ton: Andreas Hildebrandt, Ulla Kösterke & Filipp Forberg (Ton), Andreas Hildebrandt (Tonmischung), Klaus Wassen-Floren (Tongestaltung).

Inhalt

Kurzinhalt (Flyer):

Das Streben nach Gewinnmaximierung und grenzenlosem Wachstum hat die Ressource Mensch entdeckt.

Carmen Losmann hat einen zu tiefst beunruhigenden Film über moderne Arbeitswelten gedreht.

Die Grenzen zwischen Arbeit und Lifestyle sollen verschwinden. Bei Auswahl, Motivation und Training der Mitarbeiter von Morgen wird nichts dem Zufall überlassen. Selbstoptimierung steht auf dem Programm.

Der Film heftet sich an die Fersen einer High-Tech-Arbeiterschaft, die hochmobil und leidenschaftlich ihre Arbeit zum Leben machen soll. Einen Chef brauchen die modernen Mitarbeiter nicht mehr, den hat man ihnen schon längst ins Gehirn programmiert. Selbst moderne Büroarchitektur hat nur ein Ziel, den Mitarbeiter und seine Leistung zu optimieren.

Quelle: Film Kino Text (Flyer)

Auszeichnungen

  • 54. DOK Leipzig 2011: Healthy Workplaces Film Award für den besten Dokumentarfilm zum Thema Arbeit; Preis der ökumenischen Jury & FIPRESCI-Preis
  • Jury der Ev. Filmarbeit: Film des Monats 04/2012 (PDF)

Healthy Workplaces Film Award (Begründung):

Dieser scheinbar harmlose Film nimmt uns mit auf eine unerwartete Reise. Höchst geschickt gemacht, regt er zum Nachdenken an und lässt uns eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit diskutieren - die Individualität und Persönlichkeit der Arbeitskraft von heute. Beim Nachdenken über moderne Theorien der Arbeitsorganisation und des Managements stellen sich weiterführende Fragen über Platz und Rolle des Individuums ein. / Der Film ermutigt das Publikum, unsere unerbittliche Suche nach dem Heiligen Gral in Frage zu stellen - die Motivation, die Reise und das Ziel einer maximalen Produktivität sowie einer hohen Effizienz um jeden Preis. / Es ist eine kritische künstlerische und kreative Auswahl getroffen worden, dieser Idee Ausdruck zu verleihen, woraus ein einprägsamer Film unserer Zeit entstand.

Preis der ökumenischen Jury (Begründung):

Mit nüchterner Kamera zeigt der Film einen Spiegel unserer heutigen Arbeitswelt, in welcher der Mensch zur reinen Ressource wird, in einem entnaturisierten Raum. / Am Beispiel von Managerschulungen und Assessmentcentern sehen wir, welche ausgefeilten Methoden leitende Angestellte und Organisationsberater darauf verwenden, die Leistungsfähigkeit ihrer Arbeitskräfte zu optimieren. / Dabei bleibt der Mensch als einzigartiges, empfindendes Individuum auf der Strecke. Carmen Losmann ist ein sowohl in thematischer als auch künstlerischer Hinsicht eindrucksvoller Film gelungen, der uns vor die unbequeme Frage stellt, wie wir mit einer solchen Welt umgehen und weiter darin leben wollen.

FIPRESCI-Preis (Begründung):

Für die gekonnte Verwendung unterschiedlicher cineastischer Techniken beim Erzählen einer abwechselnd ernüchternden und erschreckenden Geschichte über kaum vorstellbare Arbeitsplätze und Firmen, die sich Orwell'schen "Newspeak" bedienen und Zahlen mehr Bedeutung beimessen als der Menschlichkeit für ihre Belegschaft.

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