Filmplakat

Scherbenpark (Bildnachweis: Neue Visionen)© Neue Visionen

Scherbenpark

Stab und Besetzung

Originaltitel: Scherbenpark. Festivals: 24.01.2013 (Max Ophüls Preis). Kinostart: 21.11.2013 (DE). Verleih: Neue Visionen Filmverleih (DE). Länge: 94 Min. (Presseheft) bzw. 94:39 Min. (FSK, 24 fps). FSK: ab 12 Jahren. FBW: besonders wertvoll.

Regie: Bettina Blümner. Drehbuch: Katharina Kress, nach dem gleichnamigen Roman von Alina Bronsky. Kamera: Mathias Schöningh. Schnitt: Inge Schneider. Szenenbild: Jost Schrader (Szenenbild), Volker von Reth (Außenrequisite), Tanja Arlt (Innenrequisite). Kostümbild: Bettina Marx. Maskenbild: Nadine Scherer & Nadine Schränkler (Maske). Musik: Ali N. Askin. Ton: Jörg Höhne (Mischung), Christian Lutz (Tongestaltung). Spezialeffekte: Lorig, Schieber, Voigt GbR (SFX/CFX).

Darsteller: Jasna Fritzi Bauer (Sascha), Ulrich Noethen (Volker Trebur), Max Hegewald (Felix Trebur), Vladimir Burlakov (Peter), Jana Lissovskaia (Mascha), Maria Dragus (Anna) [in der Reihenfolge der Titelsequenz], Cedric Koch (Anton), Lara Siebertz (Alissa), Konstantin Frolov (Igor) u.a.

Inhalt

Synopsis (Presseheft):

Im Scherbenpark nimmt man sich, was man haben will. Es braucht eine große Klappe und ein dickes Fell, wenn harte Sprüche von der Seite kommen und die eigene Mutter ermordet wird. Sascha (...) ist eine junge Frau, furchtlos, verdammt schlau und im Scherbenpark zu Hause. Wer ihre Mutter auf dem Gewissen hat, weiß Sascha genau: ihr Stiefvater Vadim E. Dass ihn die Justiz kassiert hat, tröstet sie nicht. Und dann erscheint in der Zeitung auch noch ein Artikel, der den Mörder ihrer Mutter als geläuterten, reumütigen Sünder darstellt. Der verantwortliche Redakteur Volker Trebur (...) bekommt Saschas geballte Wut zu spüren. Dem tut die Sache jedoch ehrlich leid und er will das Geschehene wieder gut machen. Sascha landet mitten im bildungsbürgerlichen Leben, als sie Trebur beim Wort nimmt und spontan zu ihm und seinem Sohn Felix (...) ins ökologische Passivhaus zieht. Hier gelten ganz andere Regeln als im Scherbenpark. Sascha fühlt sich sowohl zu Felix als auch zu dem charismatischen Volker hingezogen und eine sanfte Dreiecksgeschichte entspinnt sich.

Quelle: Neue Visionen Filmverleih (Presseheft) [PDF]

Auszeichnungen

  • 34. Filmfestival Max Ophüls Preis (26.01.2013): Fritz-Raff-Drehbuchpreis (Katharina Kress) & Preis für die Beste Nachwuchsdarstellerin (Jasna Fritzi Bauer)

Kirchliche Filmempfehlungen:

  • Katholische Filmkritik: Kinotipp 246/November 2013

Max Ophüls Preis - Fritz-Raff-Drehbuchpreis (Begründung):

Den Titel für ihren ersten Roman hat die siebzehnjährige Sascha schon gefunden: "Die Geschichte einer hirnlosen, rothaarigen Frau, die noch leben würde, wenn sie auf ihre kluge Tochter gehört hätte." Sascha ist aus Moskau nach Deutschland gekommen und lebt mit ihren beiden jüngeren Geschwistern in einer kleinen Wohnung in der Hochhaussiedlung Scherbenpark. Hier musste sie miterleben, wie der Stiefvater ihre Mutter tötete. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Alina Bronsky hat Katharina Kress ein kraftvolles Drehbuch geschrieben, dessen Figuren wunderbar leicht zwischen ungeschönter Tragik und lebensbejahendem Humor oszilieren. Mit bestechendem Timing und präziser Situationskomik erzählt sie glaubwürdig und unterhaltsam von Saschas Kampf gegen die Gespenster der Vergangenheit. Katharina Kress gelingt es eindrucksvoll, die herausfordernde Aufgabe einer eigenständigen Romanadaption zu bewältigen. Den respektlos frechen Ton der Ich-Erzählerin des Romans überträgt sie kongenial in ihr Drehbuch und schafft so eine anrührende und lebendige Filmfigur, die man lange nicht vergessen wird.

Quelle: Filmfestival Max Ophüls Preis, Pressemitteilung, 26.01.2013

Max Ophüls Preis - Beste Nachwuchsdarstellerin (Begründung):

Sie will ihren Stiefvater töten und ein Buch schreiben - über ihre Mutter. Sie ist furchtlos, schlau und schlecht gelaunt. Denn in ihrer Welt geht man unter, wenn man sich nicht wehrt. Doch auch Gefühle lässt sie zu, und als ihr Leben eine überraschende Wendung erfährt, findet sie sich urplötzlich in einer Dreiecksgeschichte wieder. Doch die toughe junge Frau findet ihren Weg. Als Sascha in Bettina Blümners SCHERBENPARK lässt Jasna Fritzi Bauer ihr Gegenüber die ganze Wut einer pubertierenden jungen Frau spüren. Auf ihrem Gesicht spiegelt sich dabei die ganze Klaviatur der Gefühle: Zorn, Überheblichkeit, aber auch Fürsorge und Verliebtheit gelingen ihr mühelos. Sie ist immer intensiv und glaubwürdig, besonders auch in den Momenten, in denen sie nichts sagt.

Quelle: Filmfestival Max Ophüls Preis, Pressemitteilung, 26.01.2013

Herr K. meint ...

Zu diesem Film habe ich eine "Kino & Curriculum"-Ausgabe für das Institut für Kino und Filmkultur (IKF) geschrieben, die Sie im Bereich "Veröffentlichungen" als PDF-Datei herunterladen können.

Produktionsnotizen

Der Film ist eine Produktion von Eyeworks Film Gemini (Produzenten: Sabine de Mardt & Iris Wolfinger) in Koproduktion mit dem SWR (Redaktion: Stefanie Groß).

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 12 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Das Sozialdrama erzählt von einer selbstbewussten 17-Jährigen aus einer Hochhaussiedlung, die voller Hass auf den Mörder ihrer Mutter ist, und deren Gefühle durch die Begegnung mit einem gutsituierten Journalisten und seinem Sohn durcheinander gebracht werden. Die Inszenierung ist über weite Strecken sehr ruhig und auf Authentizität in der Milieuschilderung bedacht. Einige Darstellungen von - auch körperlicher - Aggression und anderen Gefühlsausbrüchen sowie die teilweise derbe Sprache können Kinder unter 12 Jahren irritieren, sind aber von 12-Jährigen und älteren problemlos im Kontext der Geschichte zu verstehen und zu verarbeiten. Auch die komplexen emotionalen Probleme der Hauptfigur sind für diese Altersgruppe nachvollziehbar und verkraftbar, nicht zuletzt wegen der Charakterisierung des Mädchens als starke Persönlichkeit. Eine Überforderung ist für 12-Jährige aus diesen Gründen nicht zu befürchten.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 23.12.13]

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