Filmplakate

Schuld sind immer die Anderen (Bildnachweis: FFL)© FFL

Schuld sind immer die Anderen (Bildnachweis: FFL)© FFL

Schuld sind immer die Anderen

Stab und Besetzung

Originaltitel: Schuld sind immer die Anderen. Festivals: 19.01.2012 (Max Ophüls Preis), 07.06.2012 (Filmfest Emden-Norderney). Kinostart: 28.02.2013 (DE). Verleih: Alpha Medienkontor (DE). Länge: 92:50 Min. (FSK, 24 fps) bzw. 93 Min. (Produktionspresseheft). FSK: ab 12 Jahren. FBW: besonders wertvoll.

Regie: Lars-Gunnar Lotz. Drehbuch: Anna Maria Praßler. Kamera: Jan Prahl. Schnitt: Julia Böhm. Szenenbild: Ina Küfner (Szenenbild), Robin Euler (Außenrequisite), Anika Lotz (Innenrequisite). Kostümbild: Tanja Gierich & Ulé Barcelos. Maskenbild: Nicole Durovic (Maskenbild). Musik: Sea + Air. Ton: Christian Heck (Soundesign & Mischung), Benjamin E.G. Gruber (Tonmeister).

Darsteller: Edin Hasanovic [Ben], Julia Brendler [Eva] [in der Reihenfolge der Titelsequenz], Marc Ben Puch [Niklas], Pit Bukowski [Tobi], Natalia Rudziewicz [Mariana] [in der Reihenfolge der Titelsequenz am Ende] u.a.

Inhalt

Synopsis kurz (Produktionspresseheft)

Ben bekommt im idyllisch gelegenen Waldhaus die einmalige Chance auf einen Neuanfang. Als einer von sieben jugendlichen Straftätern soll er in der familiären Gemeinschaft soziale Kompetenz erlernen und Geborgenheit erfahren. Doch als er auf seine Hausmutter Eva trifft, ist er geschockt: Sie ist eines seiner Opfer. Sein brutaler Überfall auf sie wurde nie aufgeklärt. Während Ben alles versucht, um in der Gruppe nicht aufzufallen, wächst in Eva der Verdacht.

Quelle: FFL (Produktionspresseheft) [PDF]

Auszeichnungen

  • 15. Studio Hamburg Nachwuchspreis (31.05.2012): Beste Regie (Lars-Gunnar Lotz)
  • 23. Filmfest Emden-Norderney (10.06.2012): Bernhard Wicki Preis, NDR Filmpreis für den Nachwuchs & 15. DGB-Filmpreis

Studio Hamburg Nachwuchspreis - Beste Regie (Begründung):

Können Opfer von Gewalttaten den Tätern verzeihen? Und können Gewalttäter jemals empfinden, welche Leiden sie ihren Opfern zugefügt haben? "Schuld sind immer die anderen" führt in ein emotionales Minenfeld, denn es bringt jugendliche Straftäter in eine Einrichtung des offenen Vollzugs, wo sie als familiäre Gemeinschaft mit Sozialarbeitern leben. Hier trifft der aggressive Ben mit seiner Hausmutter Eva eines seiner Opfer, das er brutal zusammengeschlagen hat. Souverän und mit großer Klarheit führt Regisseur Lars-Gunnar Lotz sein intensiv und sensibel agierendes Ensemble und inszeniert  ein verstörendes, emotional hochtouriges Drama, in dem sich menschliche Schuld als nicht entschuldbar erweist: Eine überzeugende Regieleistung.

Herr K. meint ...

"Schuld sind immer die Anderen" ist das beeindruckende Spielfilmdebüt von Lars-Gunnar Lotz. Hauptdarsteller Edin Hasanovic (geb. 1992) ist - im wahrsten Sinne des Wortes - eine Wucht (und hat mich in seinem Spiel an Andreas Wilson in "Evil" erinnert). BTW: Beim DGB-Filmgespräch auf dem Filmfest Emden 2012 durfte ich Regisseur Lars-Gunnar Lotz, Produzentin Franziska Specht und die beiden Hauptdarsteller Edin Hasanovic und Julia Brendler zum Gespräch begrüßen.

Produktionsnotizen

Der Film ist eine Produktion von FFL Film- und Fernseh-Labor (Produzenten: Matthias Drescher & Philipp Knauss) in Koproduktion mit SWR (Redaktion: Brigitte Dithard), ARTE (Redaktion: Nadja Dumouchel) und der Filmakademie Baden-Württemberg (Produzenten: Sebastian Sawetzkis & Manuel Challal).

TV-Erstausstrahlung: 14.06.2013, 22.40 Uhr (ARTE).

Filmzitate

Ben: Ich rede nicht mit Sozialarbeitern!

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 12 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Drama über einen jungen Straffälligen, der in einem Heim des Offenen Vollzugs eine Chance auf einen Neubeginn bekommt. Als er dort jedoch in einer Betreuerin das Opfer einer seiner früheren Taten wiedererkennt, droht seine Situation von Neuem zu eskalieren. Der Film nähert sich seinen Themen Resozialisierung, Gewalt und Schuld auf realistisch-nachvollziehbare Weise und zeichnet sowohl Täter wie Opfer einfühlsam. Das kriminelle Handeln wird stets deutlich kritisch bewertet und entfaltet zu keiner Zeit Attraktivität. Trotz einzelner Szenen von körperlicher Gewalt ermöglicht der Film dem Zuschauer immer wieder die emotionale Distanzierung und lädt zur Reflexion ein. Er ist insgesamt von einer konstruktiven Grundhaltung getragen und erzählt von der Möglichkeit zur Einsicht und Reue auf der einen und Vergebung auf der anderen Seite. Daher können bereits 12-Jährige ihn ohne das Risiko einer Überforderung oder sozial-ethischen Desorientierung verarbeiten.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 05.04.13]

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