Filmplakat

deine Schönheit ist nichts wert ... (Bildnachweis: Barnsteiner)© Barnsteiner

Deine Schönheit ist nichts wert ...

Stab und Besetzung

Originaltitel: Deine Schönheit ist nichts wert ... Internationaler Titel: Your Beauty Is Worth Nothing ... Festivals: 01.07.2012 (Karlovy Vary International Film Festival), 18.09.2012 (Jameson CineFest Miskolc International Film Festival), 26.10.2013 (FilmFest Osnabrück), 09.03.2014 (Kirchliches Filmfestival Recklinghausen). Kinostart: 12.04.2013 (AT), 03.04.2014 (DE). Verleih: barnsteiner-film (DE), Filmladen Filmverleih (AT). Länge: 85:04 Min. (FSK, 24 fps) bzw. 86 Min. (Presseheft). FSK: ab 6 Jahren. FBW: besonders wertvoll.

Regie: Hüseyin Tabak. Drehbuch: Hüseyin Tabak (Dramaturgische Beratung: Sarah Wassermaier). Kamera: Lukas Gnaiger. Schnitt: Christoph Loidl. Szenenbild: Julia Oberndorfinger, Attila Plangger & Stefanie Hinterauer (Szenenbild). Kostümbild: Christine Brunner. Maskenbild: Verena Eichtinger (Maskenbild). Musik: Judit Varga. Ton: Manuel Grandpierre, Vinzenz Schwab & Martin Lehr (Ton), Manuel Grandpierre (Sounddesign), Sabine Maier (Tonmischung). Visuelle Effekte: Markus Kircher, David Teichert & Roland Stöttinger (VFX).

Darsteller: Abdulkadir Tuncer (Veysel), Nazmi Kirik (Vater), Lale Yavaş (Mutter), Orhan Yildirim (Nachbar), Milica Paučić (Ana), Yüşa Durak (Bruder), Susi Stach (Lehrerin), Branko Samarovski (Direktor), Magdalena Kronschläger (Sozialarbeiterin) [in der Reihenfolge der Titelsequenz] u.a.

Inhalt

Synopsis (Presseheft):

Der 12-jährige Veysel, halb Kurde, halb Türke, ist mit seiner Familie aus der Türkei nach Österreich geflüchtet und lebt seit wenigen Monaten in Wien. In der Schule ist der schüchterne Junge ein Außenseiter und aufgrund seiner mangelnden Sprachkenntnisse ein Problemschüler. Zu Hause lehnt sich sein älterer, 18-jähriger Bruder Mazlum gegen den Vater auf, der als kurdischer Freiheitskämpfer mehrere Jahre in den türkischen Bergen verbracht hat und somit aus Mazlums Sicht die Familie im Stich gelassen hat. Als der Konflikt zwischen Vater und Sohn in einer körperlichen Auseinandersetzung gipfelt, läuft Mazlum von zu Hause weg, was wiederrum zum Streit zwischen Mutter und Vater führt.

All diese Probleme und Konflikte drohen den 12-jährigen Veysel zu erdrücken, wären da nicht seine hoffnungsvollen Tagträume, in denen er zu seiner Ana flüchtet. Ana ist ein Mädchen aus seiner Klasse in das Veysel unendlich verliebt ist, die jedoch in der Realität nicht einmal von seiner Liebe weiß.

Als Veysel ein deutsches Gedicht vor der Klasse vortragen muss, entschließt er sich dazu, seinen Nachbarn Cem um Hilfe zu bitten. Der 33-jährige türkische Macho mit Liebeskummer soll ihm dabei helfen, Veysels Lieblingsgedicht DEINE SCHÖNHEIT IST NICHTS WERT von Asik Veysel ins Deutsche zu übersetzen. Zuerst scheint Cem abweisend und stur zu sein, doch als er erfährt, um welches Gedicht es sich handelt, lässt er sich schließlich zur Hilfe überreden. Cem ist erstaunt, dass sich ein 12-Jähriger für die Musik und Texte von Asik Veysel, dem berühmtesten türkischen Dichter und Sänger des 20. Jahrhunderts, interessiert. Mit seiner Hilfe gibt sich Veysel große Mühe das Gedicht auf Deutsch auswendig zu lernen, um so vor der ganzen Klasse auf Ana Eindruck machen zu können.

Als jedoch unerwartet die Polizei mit einer Hiobsbotschaft bezüglich seines großen Bruders vor der Türe steht und der Familie sogar eine mögliche Abschiebung droht, scheint Veysels Traum an seiner Liebe zu Ana zu zerbrechen und der existentielle Kampf in der neuen und fremden Heimat beginnt.

Quelle: barnsteiner-film (Presseheft) [PDF]

Kurzinhalt (Verleih-Website):

Der 12jährige Veysel, halb Kurde halb Türke, ist neu in einem fremden Land. In der Schule kann er die Sprache nicht, zu Hause herrscht ein großer familiärer Konflikt. Die einzigen glücklichen Momente sind seine Gedanken an Ana, das Mädchen aus seiner Klasse, in das er unsterblich verliebt ist. Der Kampf zwischen Traum und Realität scheint Veysel zu erdrücken, bis er eines Tages seinen Nachbarn kennenlernt, einen 33 jährigen Macho mit Liebeskummer, der zu seinem ersten Freund im neuen Land wird.

Quelle: Dor Film (Verleih-Website)

Auszeichnungen

  • 9. Jameson CineFest Miskolc 2012: Preis der Ökumenischen Jury

Preis der Ökumenischen Jury (Begründung):

Deine Schönheit ist nichts wert zeigt den Integrationsprozess einer türkisch-kurdischen Flüchtlingsfamilie in Österreich. Der zwölf jährige Veysel sucht den Weg aus seiner Sprachlosigkeit durch das Übersetzen und Erlernen eines Gedichtes von Asik Veysel, dem berühmtesten türkischen Dichter und Sänger des 20. Jahrhunderts. Damit erhofft er sich die Aufmerksamkeit seiner geliebten Ana sowie den Respekt der Gesellschaft zu gewinnen. [/] Mit einfachen Stilmitteln und artistischem Geschick schafft der Regisseur ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen einer Alltagsgeschichte und stilvoller, berührender Poesie. Der Film zeigt auf eindrückliche Weise das Alltagsleben von Minderheiten, die bei uns leben und hilft, die Komplexität der Probleme von Flüchtlingen zu verstehen.

Quelle: Interfilm (www.gep.de/interfilm/)

Filmzitate

Deine Schönheit ist nichts wert, / gabe es nicht diese Liebe in mir, / Zu verweilen fändest du keinen Platz, / Gäbs in meinem Herzen [...] [Übersetzung des Gedichts von Asik Veysel (1894-1973) durch den Nachbarn]

Deine Schönheit ist nichts wert, / wäre meine Liebe nicht zu dir! [Übersetzung des Gedichts von Asik Veysel (1894-1973) in den Untertiteln am Ende des Films]

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: Freigegeben ab 6 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Jugenddrama über einen Zwölfjährigen, der mit seiner Familie aus der Türkei nach Österreich geflüchtet ist und dort mit einigen Problemen zu kämpfen hat, mit seinen Eltern wie auch in der Schule. Die Geschichte ist ruhig und einfühlsam erzählt, wobei das Leben von Asylbewerbern sehr realitätsnah dargestellt wird. Trotz einiger dramatischer Szenen und der teils schwermütigen Atmosphäre bietet der Protagonist bereits sehr jungen Zuschauern ausreichend emotionalen Halt, da er sowohl differenziert und glaubwürdig, als auch als starker Charakter gezeichnet ist. So dürften sich 6-Jährigen zwar sicher nicht alle Aspekte des Films erschließen, doch sie können das Geschehen weit genug nachvollziehen und in den Kontext einordnen, dass für sie keine emotionale Überforderung zu befürchten ist.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 11.04.14]

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