Filmplakat

A man can make a difference (Bildnachweis: W-film)© W-film

A man can make a difference

Stab und Besetzung

Originaltitel: A man can make a difference [Arbeitstitel: Law not War]. Kinostart: 12.11.2015 (DE). Verleih: W-film Distribution (DE). Länge: 90 Min. (25 fps (Verleih)) bzw. 94 Min. (24 fps (Verleih)). FSK: ab 12 Jahren. FBW: besonders wertvoll.

Regie: Ullabritt Horn. Drehbuch: Ullabritt Horn. Kamera: Hans Batz & Günther Wittmann. Schnitt: Robert H. Schumann. Musik: Stefano Giannotti. Ton: Robert Kellner (Tonmischung / Sounddesign), Cornelia Müller, Hans Batz, Günther Wittmann & David Whelan (Ton).

Inhalt

Inhalt (Presseserver):

"Das war kaltblütiger Massenmord und ich kann das beweisen." Mit diesen Worten wurde Benjamin Ferencz vor 70 Jahren zum Chefankläger im Nürnberger Einsatzgruppen-Prozess gegen die Mordbanden der SS.

Ein kleiner Mann, der bis heute mit einer großen Mission um die Welt reist. Denn Benjamin Ferencz ist mehr als eine lebende Legende. Die Erlebnisse von damals wurden für ihn zur treibenden Kraft im unermüdlichen Kampf gegen Kriegsverbrechen. "Wir müssen zu Recht und Gesetz zurückkehren anstelle von Kriegen - andernfalls werden wir die ganze Welt zerstören", lautet seine Vision für ein friedlicheres Zusammenleben. Sein Mittel: Die Durchsetzung eines Internationalen Strafgerichtshofs, wie es ihn seit 2002 in Den Haag gibt. Auf dem Weg dorthin hätten ihn viele für verrückt erklärt, so Ferencz, aber wenn der Haupteingang verschlossen sei, komme er eben durchs Fenster. So spricht ein heute 95-Jähriger, dem man nach diesem Film beinahe alles zutraut.

Quelle: W-film Distribution (Presseserver)

Auszeichnungen

  • 37. Biberacher Filmfestspiele: Bester Dokumentarfilm ("Dokubiber")

Herr K. meint ...

Zu diesem Film habe ich eine "Film im Fokus"-Ausgabe für das Institut für Kino und Filmkultur (IKF) geschrieben, die Sie im Bereich "Veröffentlichungen" als PDF-Datei herunterladen können.

Produktionsnotizen

Der Film ist eine Produktion von UBH Film (Produzentin: Ullabritt Horn).

Filmzitate

Benjamin Ferencz (beim Nürnberger Prozess): Dies war die tragische Erfüllung eines Programms der Intoleranz und Arroganz. Weder Rache noch Vergeltung ist unser Ziel. Wir bitten dieses Gericht, mithilfe des Völkerstrafrechts das Recht des Menschen auf ein Leben in Frieden und Würde, unabhängig von seinem Glauben oder seiner Rasse, zu bekräftigen. Der Fall, den wir vortragen, ist ein Appell der Menschheit [humanity] an das Recht.

Benjamin Ferencz: Der Krieg selbst korrumpiert die Menschen, egal welcher Nationalität. Der Akt des Krieges macht aus Menschen Mörder. Und sie glauben sie sind Helden, je mehr sie töten.

Benjamin Ferencz: Die Geschichte des Menschen ist eine Geschichte des Kampfes. Der Krieg wurde glorifiziert als Möglichkeit für Heldentum, Eroberung, Reichtum und Expansion. Tausende von Jahren ging das so - bis zum heutigen Tag. Der Krieg wird glorifiziert. [...] Das umzukehren, den Frieden zu glorifizieren und den Krieg als das zu enttarnen, was er ist: die schrecklichste und ekelhafteste Weise, einen Konflikt zu lösen zwischen Menschen, Gruppen oder Staaten: Das braucht eine lange Zeit. Es braucht viel Erziehung und Hartnäckigkeit. Ein Menschenleben reicht dafür nicht aus.

Benjamin Ferencz: Eine Idee kann man nicht mit einem Gewehr töten. Um eine Idee zu töten, muss man eine bessere haben.

Texteinblendungen am Ende des Films: Seit Ende des 2. Weltkrieges wurden ca. 100 Millionen Menschen Opfer von Kriegen // Korea 1950 // Algerien 1957 // Vietnam 1968 // Nord Irland 1972 // Israel 1973 / Falkland Inseln 1983 // Grenada 1983 // Nicaragua 1985 // Irak 1991 // Ruanda 1994 // Bosnien 1995 // Tschetschenien 1996 / Guantanamo 2002 // Sri Lanka 2009 // Darfur 2010 // Syrien 2015

Literaturhinweise

  • WEINKE, Annette (2006). Die Nürnberger Prozesse. München: Verlag C.H. Beck, hier bes. S. 72-80 (SS- und Polizeiangehörige (Fall 4, 8 und 9)). [DNB]

Webtipps