Filmplakat

Freistatt (Bildnachweis: Salzgeber)© Salzgeber

Freistatt

Stab und Besetzung

Originaltitel: Freistatt. Festivals: 22.01.2015 (Max Ophüls Preis [Weltpremiere]). Kinostart: 25.06.2015 (DE). Verleih: Edition Salzgeber (DE). Länge: 108:23 Min. (24 fps (FSK)). FSK: ab 12 Jahren. FBW: -

Regie: Marc Brummund. Drehbuch: Nicole Armbruster & Marc Brummund. Kamera: Judith Kaufmann. Schnitt: Hans Funck. Szenenbild: Christian Strang (Szenenbild). Kostümbild: Christian Binz. Maskenbild: Dana Bieler (Maske). Musik: Anne Nikitin. Ton: Matthias Haeb (Originalton), André Zacher & Clemens Becker (Sounddesign), Florian Beck & André Zacher (Mischung). Visuelle Effekte: ... (...).

Darsteller: Louis Hofmann (Wolfgang), Alexander Held (Brockmann), Stephan Grossmann (Bruder Wilde), Katharina Lorenz (Ingrid), Max Riemelt (Bruder Krapp), Uwe Bohm (Heinz), Enno Trebs (Bernd), Langston Uibel (Anton), Anna Bullard (Angelika), Justus Rosenkranz (Mattis), Ole Joensson (Hans), Megan Gay (Frau vom Jugendamt), Hans Peter Korff (Pastor ...), Katharina Schütz (Frau Brockmann), Hendrik von Bültzingslöwen (Bruder ...), Anouk Bödeler (Sabine), Leonard Boes (Burkhart), Jette Jungjohann (Birgit), Franz Anton Kross (Harald) [in der Reihenfolge der Titelsequenz] u.a.

Inhalt

Kurzinhalt (Presseheft):

Sommer 1968. Der Wind der Veränderung ist in den norddeutschen Kleinstädten allerhöchstens als Brise zu spüren. Mit selbstverständlicher Aufmüpfigkeit begegnet der 14-jährige Wolfgang seinem Alltag, seiner Mutter und vor allem seinem Stiefvater. Als er von seiner Familie in die abgelegene kirchliche Fürsorgenanstalt FREISTATT abgeschoben wird, findet er sich in einer Welt wieder, der er nur mit noch unbändigerem Freiheitsdrang begegnen kann: Verschlossene Türen, vergitterte Fenster, militärischer Drill während der als Erziehung verbrämten täglichen Arbeitseinsätze in den Mooren der Umgebung. Doch für Wolfgang ist eins klar: Seine Sehnsucht nach Freiheit wird er so schnell nicht im Moor begraben.

Quelle: Edition Salzgeber (Presseheft) [PDF]

Kirchliche Filmempfehlungen

  • Katholische Filmkritik: Kinotipp 287/Juni 2015

Produktionsnotizen

Der Film ist eine Produktion von Zum Goldenen Lamm (Produzenten: Rüdiger Heinze & Stefan Sporbert) in Koproduktion mit SWR (Redaktion: Stefanie Groß), WDR (Redaktion: Götz Schmedes), SR (Redaktion: Christian Bauer), NDR (Redaktion: ...) und ARTE (Redaktion: Barbara Häbe).

Filmzitate

Texteinblendungen zu Beginn des Films:

"Das Ziel der Heimerziehung ist es, den Zögling zur christlichen Persönlichkeit zu bilden, indem wir ihn zum Glauben erziehen und den ganzen Menschen mit seinen natürlichen Anlagen für den Dienst der Liebe empor bilden." Leitfaden zur Ausbildung von Erziehern der damaligen Diakonie Freistatt

Texteinblendungen am Ende des Films:

Freistatt galt bis in die 1970er Jahre als eine der härtesten Einrichtungen der Jugendfürsorgeerziehung. Über 800.000 Mädchen und Jungen lebten bis dahin in rund 3000 solch kirchlicher und staatlicher Heime. Erst Ende 2010 verabschiedete der Deutsche Bundestag eine Entschädigung. // Mit freundlicher Unterstützung der Diakonie Freistatt entstand dieser Film an den erhaltenen Originalmotiven. Freistatt ist heute eine moderne soziale Einrichtung, unter anderem mit verschiedenen pädagogischen Angeboten für Kinder und Jugendliche.

Altersfreigabe im Vergleich

  • DE: 12 - Freigegeben ab 12 Jahren.

FSK (Freigabebegründung):

Im Jahr 1968 spielendes Drama über einen 14-Jährigen, der in eine Jugenderziehungsanstalt der Diakonie abgeschoben wird, in der ein brutales Regiment herrscht. Der Film enthält einige emotional sehr intensive Szenen, die für Kinder ab 12 Jahren eine Herausforderung darstellen; von einer Überforderung ist gleichwohl nicht auszugehen, da der historische Spielort und die hermetische Welt des Heims eine Distanz zu den Geschehnissen ermöglichen. Auch die Züchtigungen sind von teils hoher Intensität, wirken aber nie selbstzweckhaft oder spekulativ. Zuschauer ab 12 Jahren sind in der Lage, diese Szenen in den Kontext der sozialkritischen Erzählung einzuordnen und entsprechend zu verarbeiten. Eine Beeinträchtigung steht nicht zu befürchten.

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) [Zugriff: 25.06.15]

Literaturhinweise

  • WENSIERSKI, Peter (2006). Schläge im Namen des Herrn. Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik. München: Deutsche Verlags-Anstalt. [DNB]

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