Der fliegende Holländer

Das Hörspiel "Der fliegende Holländer" ist Folge 22 der Reihe "Gruselkabinett".

Stab und Besetzung

Der fliegende Holländer. D 2007. Länge: 52:52 Min. (13 Tracks). Produktion: Titania Medien. Regie: Stephan Bosenius & Marc Gruppe. Buch: Marc Gruppe. Sprecher: Simon Jäger (Prinz Albert Victor), Nicolas Artajo (Junger Albert Victor), Wolfgang Condrus (John Neale Dalton), Tommy Morgenstern (Wachhabender Offizier), Thomas Nero Wolff (Ausguck), Uli Krohm (Kapitän), Roland Hemmo (Donald Mackenzie), Dascha Lehmann (Katharina), Barbara Adolph (Großmutter), David Nathan (Holländer), Heinz Ostermann (Steuermann). ISBN: 978-3-7857-3350-9.

Kurzinhalt (Klappentext)

Bis in alle Ewigkeit verflucht, muss das Geisterschiff des fliegenden Holländers die Weltmeere auf der Suche nach der ersehnten Erlösung der Mannschaft durchstreifen. Unheil droht demjenigen, der dem rotglühenden Dreimaster in stürmischer Nacht begegnet. Verderben hingegen wird dem zuteil, der sich mit dem verfluchten Kapitän des Seglers einlässt ...

Trackliste

  1. Entscheidung am Kap (03:30)
  2. In der Oper (02:54)
  3. Das Geisterschiff (06:40)
  4. Vor Anker (04:55)
  5. Der Handel (04:37)
  6. Unheilvolle Zeichen (05:32)
  7. Schottland (06:16)
  8. Die Begegnung (05:13)
  9. An Deck (03:30)
  10. Träume (01:26)
  11. Der Brief (03:09)
  12. Erstes Opfer (02:17)
  13. Böses Vorzeichen (02:46)

Cover

Der fliegende Holländer (Bildnachweis: Titania Medien)
© Titania Medien

Hintergrund

Die Sage des "fliegenden Holländers" ist heute vor allem durch die 1843 uraufgeführte romantische Oper von Richard Wagner bekannt. Weniger bekannt ist, dass Wagner 1837/38 während seiner Zeit als Musikdirektor am Theater in Riga durch "Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski" von Heinrich Heine (1797-1856) auf die Sage aufmerksam wurde. Im siebten Kapitel dieses Werkes erzählt Heine das Grundmuster der "Fabel von dem Fliegenden Holländer":

"Die Fabel von dem Fliegenden Holländer ist euch gewiß bekannt. Es ist die Geschichte von dem verwünschten Schiffe, das nie in den Hafen gelangen kann, und jetzt schon seit undenklicher Zeit auf dem Meere herumfährt. Begegnet es einem anderen Fahrzeuge, so kommen einige von der unheimlichen Mannschaft, in einem Boote, herangefahren, und bitten ein Paket Briefe gefälligst mitzunehmen. Diese Briefe muß man an den Mastbaum festnageln, sonst widerfährt dem Schiffe ein Unglück, besonders wenn keine Bibel an Bord oder kein Hufeisen am Fockmaste befindlich ist. Die Briefe sind immer an Menschen adressiert, die man gar nicht kennt, oder die längst verstorben, so daß zuweilen der späte Enkel einen Liebesbrief in Empfang nimmt, der an seine Urgroßmutter gerichtet ist, die schon seit hundert Jahr im Grabe liegt. Jenes hölzerne Gespenst, jenes grauenhafte Schiff, führt seinen Namen von seinem Kapitän, einem Holländer, der einst bei allen Teufeln geschworen, daß er irgendein Vorgebirge, dessen Namen mir entfallen, trotz des heftigsten Sturms, der eben wehte, umschiffen wolle, und sollte er auch bis zum jüngsten Tage segeln müssen. Der Teufel hat ihn beim Wort gefaßt, er muß bis zum jüngsten Tage auf dem Meere herumirren, es sei denn, daß er durch die Treue eines Weibes erlöst werde. Der Teufel, dumm wie er ist, glaubt nicht an Weibertreue, und erlaubte daher dem verwünschten Kapitän alle sieben Jahr einmal ans Land zu steigen, und zu heuraten [sic!], und bei dieser Gelegenheit seine Erlösung zu betreiben. Armer Holländer! Er ist oft froh genug von der Ehe selbst wieder erlöst und seine Erlöserin loszuwerden, und er begibt sich dann wieder an Bord."

Die Produktion bezieht sich außerdem auf eine "wahre Begebenheit", die auch den Rahmen des Hörspiels bildet: Die englischen Prinzen George und Albert Victor (ja, das ist der Prinz, den z.B. Alan Moore in seiner Graphic Novel "From Hell" mit den Ripper-Morden in Verbindung bringt) sollen dem fliegenden Holländer während einer Schiffsreise begegnet sein.

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