Kuss-Projekt: Literaturhinweise

Hier finden Sie eine kommentierte Auswahl von Büchern zum Thema "Kuss" und Lyrik-Anthologien, die mich zum Kuss-Projekt inspiriert haben (sowie als Ergänzung einige weitere Bücher, die seitdem erschienen sind):

Literatur zum Thema "Kuss"

BEST, Otto F. (1998). Der Kuß. Eine Biographie. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag. [DNB]

BEST, Otto F. (2001). Die Sprache der Küsse. Eine Spurensuche. München u.a.: Koehler & Amelang. [DNB]

BEST, Otto F. (Hg.) (2002). Der Lippen süßer Eros. Kußgedichte. Zürich: Manesse Verlag. [DNB]

BEST, Otto F. (Hg.) (2003). Vom Küssen. Ein sinnliches Lexikon. Leipzig: Reclam Verlag (RBL 20056). [DNB; Originalausgabe]

EBBERFELD, Ingelore (2001). Küss mich. Eine unterhaltsame Geschichte der wollüstigen Küsse. Königstein (Taunus): Helmer. [DNB]

EBBERFELD, Ingelore (2004). Küss mich. Eine unterhaltsame Geschichte der wollüstigen Küsse. München: Piper (Serie Piper 3973). [DNB; ungekürzte Taschenbuchausgabe]

KNAPPERTSBUSCH, Hella (Hg.) (1990). Ein Kuss von deinem Mund auf meinen Mund. Literarische Lippenbekenntnisse. Frankfurt am Main u.a.: Ullstein (Ullstein Großdruck 40102). [DNB]

MAUER, Doris (Hg.) (1998). Der Kuß. Von der schönsten Sache der Welt. Frankfurt am Main u.a.: Insel (insel taschenbuch 2168).

SACHS, Maryam (1991). Der Kuß. München: Wilhelm Heyne Verlag (Collection Rolf Heyne). [[DNB]

Anthologien (Liebeslyrik und erotische Lyrik)

ARNOLD, Heinz Ludwig (Hg.) (1970). Dein Leib ist mein Gedicht. Deutsche erotische Lyrik aus fünf Jahrhunderten. Bern u.a.: Rütten + Loening. [DNB]

ARNOLD, Heinz Ludwig (Hg.) (1988). Allerleilust. Hundert erotische Gedichte. München: Beck (2. Aufl.) [DNB].

ARNOLD, Heinz Ludwig (Hg.) (1991). Komm. Zieh dich aus. Handbuch der lyrischen Hocherotik deutscher Zunge. Zürich: Haffmans.

Arnolds Sammlung von deutschsprachigen erotischen Gedichten aus fünf Jahrhunderten versteht sich - so der Untertitel - als "Handbuch der lyrischen Hocherotik deutscher Zunge" und bietet "eine repräsentative Auswahl aus der erotischen Lyrik deutscher Sprache" (S. 20). Sie stellt die revidierte und wesentlich erweiterte Neuausgabe seines Buches "Dein Leib ist mein Gedicht" (1970) dar. Die Anthologie folgt chronologischen Gesichtspunkten: (1) "Ich trau kein'm alten Stechzeug mehr" (15.-16. Jh.), (2) "Die Wollust bleibet doch der Zucker dieser Zeit" (17-18. Jh.), (3) "Dem Degen viel Segen! Der Scheide viel Freude!" (18.-19. Jh., 1. Teil), (4) "Wenn außerm Ideal der höchsten Wollustregeln / Du keine vögeln kannst, so kannst du keine vögeln" (18.-19. Jh., 2. Teil), (5) "Des Weibes Leib ist ein Gedicht" (19. Jh.), (6) "Ja, da muß man sich doch einfach hinlegen" (20. Jh., 1. Teil) und (7) "Ich hab genug. Komm. Zieh dich aus" (20. Jh., 2. Teil).

BORCHERS, Elisabeth (Hg.) (1974). Das Buch der Liebe. Gedichte und Lieder. Frankfurt am Main: Insel (insel taschenbuch 82).

Borchers "Buch der Liebe" ist leider eine allzu brave Sammlung deutscher Liebesgedichte. Störend wirkt, daß viele Zitate aus dem Zusammenhang gerissen sind und Gedichte nur teilweise, d.h. nicht vollständig zitiert werden.

BORCHERS, Elisabeth (Hg.) (1996). Gedichte berühmter Frauen. Von Hildegard von Bingen bis Ingeborg Bachmann. Frankfurt am Main u.a.: Insel (insel taschenbuch 1790).

Das Buch enthält Gedichte von Hildegard von Bingen (1098-1179), Mechthild von Magdeburg (um 1207/10-1282/83), Klausnerin Engelbirn (13. Jh.), der Schwestern von St. Katharina (15. Jh.), Catharina Regina von Greiffenberg (1633-1694), Anna Louisa Karsch (1722-1791), Sophie Mereau (1770-1806), Karolina von Günderode (1780-1806), Marianne Willemer (1784-1860), Bettina von Arnim (1785-1859), Annette von Droste-Hülshoff (1797-1948), Luise Hensel (1798-1876), Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Ricarda Huch (1864-1947), Else Lasker-Schüler (1869-1945), Gertrud von le Fort (1876-1971), Regina Ullmann (1884-1961), Emmy Hennings (1885-1948), Ina Seidel (1885-1974), Claire Goll (1891-1977), Nelly Sachs (1891-1970), Gertrud Kolmar (1894-1943), Elisabeth Langgässer (1899-1950), Paula Ludwig (1900-1974), Marie Luise Kaschnitz (1901-1974), Meret Oppenheim (1913-1985), Christine Lavant (1915-1973), Hertha Kräftner (1928-1951) und Ingeborg Bachmann (1926-1973). Im Anhang finden sich Kurzbiographien der Dichterinnen.

BRAUN, Siegfried & LOBENTANZER, Hans (Hg.) (1985). Deutsche Liebesgedichte (Arbeitstexte für den Unterricht). Stuttgart: Reclam (Universal-Bibliothek 9590).

Die in der Reclam-Reihe "Arbeitstexte für den Unterricht" erschienene Sammlung von Braun und Lobentanzer enthält 75 deutsche Liebesgedichte, die chronologisch, d.h. nach dem Geburtsjahr der Verfasser, geordnet sind. Sie versteht sich als "Auswahl, in der repräsentative Liebesgedichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart für den Unterricht zusammengestellt sind" (S. 6). Der sich anschließende Arbeitsteil, in dem die Gedichte nach leitenden Gesichtspunkten gruppiert sind, gliedert sich in: (A) Erschließungsfragen und Hinweise zu ausgewählten Liebesgedichten, (B) Situationskategorien, (c) Empfindungskategorien, (D) Bilder und Symbole, (E) Vokabular und Syntax, (F) Lyrische Formen und (G) Epochenfragen.

FINGERHUT, Margret & FINGERHUT, Karlheinz (Hg.) (1983a). Liebeslyrik. Ein Arbeitsbuch. Frankfurt am Main u.a.: Diesterweg.

FINGERHUT, Margret & FINGERHUT, Karlheinz (Hg.) (1983b). Liebeslyrik. Ein Arbeitsbuch. Begleitheft für den Lehrer. Frankfurt am Main u.a.: Diesterweg.

GEYER, Ronald (Hg.) (1985). Komm, Du Großmaul, nasch mich! Laster-, Lust- und Liebes-Lyrik. Frankfurt am Main: Eichborn.

GNÜG, Hiltrud (Hg.) (1989). Nichts ist versprochen. Liebesgedichte der Gegenwart. Stuttgart: Reclam (Universal-Bibliothek 8559).

Gnügs Anthologie mit rund 180 deutschsprachigen "Liebesgedichten der Gegenwart", d.h. besonders der letzten vier (Nachkriegs-)Jahrzehnte, gliedert sich in acht thematisch orientierte Teile: (1) Liebe, (2) Erotischer Moment, (3) Partnerschaft und Emanzipation, (4) Ehe, (5) Liebe und Vergänglichkeit, (6) Liebe und Gesellschaft, (7) Schwierige Beziehungen und (8) Träume. Abgerundet wird der kleine Band mit einem lesenswerten Nachwort, in dem Hiltrud Gnüg die Entwicklung der deutschsprachigen (Liebes-)Lyrik skizziert.

GUSTAS, Aldona (Hg.) (1985). Erotische Gedichte von Frauen. München: Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv 10448).

Die Sammlung von Gustas umfaßt deutschsprachige Gedichte von Frauen aus einem Zeitraum von etwa 200 Jahren. Sie beginnt mit Marianne von Willemer (1784-1860) und Karoline von Günderode (1780-1806) und führt über große Namen des 19. und 20. Jahrhunderts wie Ricarda Huch, Nelly Sachs, Gertrude Kolmar und Ingeborg Bachmann bis in die Gegenwartsliteratur, die den größten Raum einnimmt. Die Gliederung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge. Gustas beklagt zu Recht: "Bis in unsere Tage grassiert, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in Lyrik-Anthologien die Unsitte, nur jeweils fünf bis höchstens zehn Prozent Gedichte von Autorinnen aufzunehmen" (S. 5).

KASPAR, Peter Paul (1989). Wie gut, daß es dich gibt. Wien u.a.: Herder (2. Aufl.).

KORANYI, Stephan (Hg.) (1991). Liebe, Liebe, Liebe. Geschichten, Gedichte und Gedanken. Stuttgart: Reclam (Universal-Bibliothek 40011).

KUßLER, Rainer (Hg.) (1978). Textbuch Lyrik. Eine rückläufige Anthologie deutscher Gedichte von der Gegenwart bis zur Renaissance. München: Hueber.

SCHNUR, Harry C. (Hg.) (1967). Lateinische Gedichte deutscher Humanisten. Lateinisch und Deutsch. Stuttgart: Reclam.

STRICH, Christian (Hg.) (1984). Die schönsten deutschen Liebesgedichte. Von Walther von der Vogelweide bis Gottfried Keller. Zürich: Diogenes (Kleine Diogenes Taschenbücher 70007).

WAGENER, Hans (Hg.) (1982). Deutsche Liebeslyrik. Stuttgart: Reclam (Universal-Bibliothek 7759).

In der Anthologie von Wagener finden sich deutschsprachige Liebesgedichte aus acht Jahrhunderten. Die Gliederung erfolgt chronologisch. In seinem Nachwort skizziert er - wie auch Hiltrud Gnüg (s.o.) - kurz die Geschichte der deutschen Liebeslyrik von der deutschen Liebesdichtung des Mittelalters, der sog. Minnedichtung, über den sog. Petrarkismus des Barock (z.B. Martin Opitz, Paul Fleming), die Anakreontik des Rokoko, die Romantik, die poetischen Realisten des 19. Jh. (z.B. Conrad Ferdinand Meyer, Nikolaus Lenau, Theodor Storm), die Lyrik um 1900 (bes. Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke, Stefan George, Ricarda Huch), bis in die Gegenwart.

WUNDER, Kurt Marian (1988) (Hg.). Erklär mir, Liebe. Liebeslyrik deutscher Dichterinnen. München u.a.: Piper (Serie Piper 704).